Donnerstag, 28. Januar 2016

Sonne am 28.1.2016

Ein geplatzter beruflicher Termin ermöglichte mir einen früheren Feierabend als gedacht. So kam ich zu Hause an, als die Sonne gerade eben von meiner Wohnung aus nicht mehr zu erreichen war und hinter dem Hochhaus stand. Allerdings ergab sich auf dem Dachboden noch ein etwa zehnminütiges Zeitfenster zur Beobachtung. Da meine beiden Teleskope stets einsatzbereit sind, schnappte ich sie mir und konnte bereits etwa eine Minute später mit der Beobachtung beginnen.

Leider war es nicht ganz so einfach wie gedacht, denn eine kleine Wolkenreihe hatte sich just vor die Sonne geschoben und die reichte bis zum Horizont. Zum Glück wanderte sie relativ schnell über den Himmel und wurde schnell dünner. Schnell kam aber auch die Hausmauer des Hochhauses heran. So konnte ich rasch vier Gruppen im Weißlicht sehen: im Norden die AR 12488 als C5, darüber eine A1 ohne Nummer sowie die AR 12489 als D10 in Richtung Osten. Im Süden fand ich die AR 12490 als B3, von der AR 12487 war hingegen nichts mehr zu sehen.

Rasch nahm ich das Stativ mit dem PST darauf und blickte noch ins H-alpha: Am Rand erkannte ich bei recht gutem Seeing - das hatte ich so gar nicht erwartet - 5 kleine Protuberanzen, darunter einen kleinen Spitzkegel im Nordosten. Die Oberfläche - das Hochhaus „knabberte bereits an der Sonne - enthielt drei helle Flaregebiete und 8 mehr geschätzte als gezählte Filamente. Schön war das nahe des Sonnenmeridians gelegene Teil, das richtig flächig aussah und schon bald hinter dem Haus verschwand. Zwischendurch nervten ein paar Wolken und behinderten die Beobachtung. Logisch, dass die weg waren, als die Sonne komplett hinter dem Hochhaus stand …  

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