Sonntag, 20. März 2016

Sonne am 20.3.2016

Am späten Nachmittag kam die Sonne doch noch mal raus und ermöglichte mir damit eine Beobachtung bei eher durchschnittlichem, aber ganz passablem Seeing.

Im Weißlicht hatte sich auf den ersten Blick nicht viel getan. Die AR 12519 war weiter nur eine J1 und die AR 12524 eine D2. Augenscheinlich. Hier stellt sich die Frage, ob es sich nicht in Wirklichkeit um das Spätstadium einer großen F-Gruppe handelt, nämlich einer G, die ohne Messung des Abstandes der beiden Pole aber nur schwer als solche zu erkennen ist. Typisch für diese Klasse ist das völlige Fehlen kleiner Flecken zwischen den Polen. Ihre Länge beträgt mindestens 10 heliographische Grade. Sie ist also um rund 5° kleiner als eine F-Gruppe. Ohne die Messung der Position der Gruppe ist aber eine Festlegung, welche F-Gruppe sie einstmals war, nicht möglich. Daher ist die Klassifikation hier eher Geschmackssache. Ich habe sie als D eingestuft, aber mit einem gewissen Grummeln in der Magengegend.

Unproblematisch dagegen war die H-alpha-Beobachtung mit dem PST. Am Sonnenrand befanden sich 6 zumeist auffällige Protuberanzen, während sich auf der Oberfläche neben einem einzigen Flaregebiet - und das im Umfeld der AR 12424 stand - 11 regellos verteilte Filamente. Leider blieb für Detailbeobachtungen keine Zeit mehr, denn die ersten Äste meiner horizontnahen Bäume machten sich störend im Bildfeld bemerkbar. Aber angesichts der Wetterlage kann man schon froh sein, überhaupt die Sonne zu Gesicht zu bekommen. Und das am Frühlingsanfang …

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