Mittwoch, 2. März 2016

Sonne am 2.3.2016

Für den späten Nachmittag war ein Auflockern der dichten Wolkenschicht angekündigt worden und sie kam tatsächlich. Allerdings kämpfe ich immer noch mit dem kurzen zeitlichen Abstand, der zwischen dem Auftauchen der Sonne rechts neben dem Hochhaus und der daneben stehenden Tanne, hinter der die Sonne gleich wieder verschwinden würde. Erst in rund zwei Wochen wird sie wieder so hoch stehen dass sie über der Krone der Tanne hinweggeht. So musste ich, um den Winkel zwischen den beiden Störenfrieden zu erweitern, auf den Dachboden ausweichen. Dafür war das Seeing abermals vergleichsweise gut.

Im Weißlicht hatte sich nach meiner letzten Beobachtung von vor zwei Tagen einiges verändert, denn es ist eine Vielzahl kleiner Fleckengruppen aufgetaucht bzw. hat sich kurzfristig gebildet. Es ist daher damit zu rechnen, dass diese Kleingruppen auch kurzfristig wieder verschwinden werden. Auf der Nordhalbkugel war am Ostrand eine D2 erschienen. Die Klassifizierung war schwierig, da die beiden Flecken senkrecht zueinander standen. Davor lag eine A1, schräg Richtung Pol noch eine. Die AR 12509 und die AR 12508 waren auf die Stufe A zurückgefallen, beide jeweils nur noch mit einem Fleck. Die einzig größere Gruppe war die AR 12506 auf der Südhälfte. Und auch sie hatte abgenommen, denn sie war heute nur noch eine C5.

Für die H-alpha-Beobachtung im PST musste ich erst den Tannenbaum-Encounter abwarten. Dann zeigten sich eindrucksvoll 5 Protuberanzen am Sonnenrand, wobei die größte im Westen einen schönen Bogen formte. Auf der Oberfläche befanden sich 5 mittelhelle Flaregebiete und 9 kleine und kleinste Filamente. Ein durchaus sehenswerter Anblick, der durch das Absacken der Sonne hinter horizontnahe Bäume vorzeitig beendet wurde.

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