Samstag, 26. März 2016

Sonne am 26.3.2016

Früher als vorhergesagt, wich der Hochnebel und gab den Blick auf die hinter Bäumen stehende Sonne frei. Der erste Versuch einer Beobachtung musste scheitern, weil die Äste des Baumes zu dick waren, um überhaupt etwas erkennen zu können. Ärgerlich, wenn man durch die nervige Botanik an der Beobachtung gehindert wird. Und der Innenhof lag noch weitgehend im Schatten. Also hieß es warten und da verschwand die Wolkenlücke auch schon. Ungenutzt. Etwas später setzte sich die Sonne dann doch durch und ich begann mit der schwierigen Beobachtung durch die Baumäste. Hätte ich auf einen freien Himmelsausschnitt gewartet, könnte ich erst am 12:30 Uhr mit der Beobachtung beginnen.

Viel los war auf der Sonne ohnehin nicht. Gerade mal zwei Fleckengruppen waren zu sehen und meine Prognose, dass die AR 12524 bis zum verschwinden am Westrand nicht durchhalten würde, schien sich zu bestätigen. Sie hatte seit der letzten Beobachtung vor drei Tagen ihren hinteren Teil verloren und konnte nur noch als sehr langgestreckte C5 klassifiziert werden. Die neue AR 12526 war eine unspektakuläre H1. Weitere Fleckengruppen gab es nicht.

Selbst im H-alpha gab es nur wenig Aktivität. Drei Protübchen am Rand und zwei Flaregebiete - eines im Westen, eines im Osten, assoziiert mit den beiden Fleckengruppen - sowie sieben Filamente bildeten die ganze Ausbeute. Dennoch sind zwei Erscheinungen erwähnenswert: das Flaregebiet rund um die AR 12526 leuchtete sehr hell, hier war mit einem kurz bevorstehenden Flare zu rechnen und südöstlich davon konnte ein sehr langes Filament wahrgenommen werden. Vom Flaregebiet bei der AR 12524 ging darüber hinaus ein weiteres Filament aus. Ansonsten waren wieder weite Teile der Sonnenoberfläche im H-alpha ohne jedwede Erscheinungen.

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