Montag, 28. März 2016

Sonne am 28.3.2016

Meine erste Dachbodenbeobachtung des Jahres, bei allerdings nicht ganz so gutem Seeing im Vorfeld des angekündigten Sturmtiefs, brachte dennoch ein kleines Genusserlebnis, da auf dem Boden die Bäume nicht stören und ich mich nicht fragen muss, ob ich ggf. kleine Gruppen übersehen habe.

Im Weißlicht war die Beobachtung sehr statisch: die AR 12524 stand als J1 genau am Westrand und die größere AR 12526 war wieder eine H3 mit einer großen, nahezu kreisrunden Penumbra und zwei kleinen Flecken, die außerhalb davon standen. Und immer noch war keine weitere Gruppe am Ostrand aufgetaucht oder hatte sich irgendwo auf der erdwärts gerichteten Sonnenhälfte gebildet.

Das gegenüber gestern deutlich schlechtere Seeing und der schon jetzt anzutreffender, aber noch lockere Wolkenschleim, sorgten für einen deutlich aufgehellten und orangefarbenen Himmelshintergrund im PST. Der Kontrast war dort ebenfalls stark herabgesetzt. So hatte ich einige Mühe, am Sonnenrand 6 kleine sowie eine schwebende Protuberanz über dem Ostrand zu sehen. Dort war vor ein paar Tagen „was“ weggeflogen und es schwebte immer noch über dem Rand. Möglicherweise ein Hinweis auf eine dort bald erscheinende neue Fleckengruppe. Nur noch ein Flaregebiet im Umfeld der AR 12526 und 10 Filamente konnten auf der Oberfläche erkannt werden.Die beiden bemerkenswertesten Teile waren dabei der Überrest eines sehr großen Filmendes, das sich in den letzten Tagen immer mehr ausgedehnt, dann überdehnt hatte und in zwei Hälften zerbrochen war. Der Rest im Südwesten war schon ziemlich beeindruckend. Das zeigt: auch in Zeiten schwacher Minima kann ein Blick in das H-alpha-Licht spannend sein.

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