Mittwoch, 30. März 2016

Sonne am 30.3.2016

Das durchaus aprilig-launische Wetter bescherte mir am frühen Abend die Möglichkeit einer Beobachtung bei nicht ganz so gutem Seeing. Der Rand war in ständiger Bewegung und mit der Sichtung von Details auf der Oberfläche war es auch nicht weit her.

Im Weißlicht machte das nicht viel aus, denn es war immer noch nur eine Gruppe zu sehen, die AR 12526. Sie war etwas ovaler geworden und hatte die kleinen Flecken außerhalb der Penumbra verloren, sodass sie „nur“ noch eine H1 war, wenn auch eine sehr stabile, was bei diesem Fleckentyp nicht ungewöhnlich ist, denn H- und J-Gruppen zählen zu den beständigsten und auch zu einer der langlebigsten. Sie zeigen wenig Aktivität und können durchaus die eine oder andere Rotation überdauern. Da sie allerdings die kleinen Flecken verloren hatte, könnte das auch auf erste Auflösungstendenzen hindeuten.

Im H-alpha ging es deutlich spannender zu, wenn auch nicht am Sonnenrand, wo nur mit Mühe 6 kleine Protuberanzen zu erkennen waren. Selbst das schwebende Teil der letzten Tage war verschwunden. Neben dem einzigen Flaregebiet auf der Oberfläche, dass die AR 12526 umsäumte und heute ziemlich regellos aussah, zählte ich 12 Filamente und allein 3 davon waren recht auffällig. Im Südwesten stand ein ringförmiger Bogen und daneben der dicke strichförmige Rest des langen Filaments der letzten Tage sowie ein weiteres schwer definierbares Teil im Nordosten.

Die Sonnenaktivität zeigte also kaum Hinweise auf einen baldigen Wiederanstieg, sondern erschien ausgebrochen statisch unverändert.

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