Sonntag, 6. März 2016

Sonne am 6.3.2016

Gleich am ersten Tag unserer Astroreise zur Sternwarte Kirchheim bemerkte ich - noch im Bett liegend - wie aus Richtung Norden der Himmel immer klarer wurde und sich diese Zone in südliche Richtung auf die Position der Sonne zubewegte. Den Sonnenaufgang um 6:46 MEZ erwartete ich beinahe schon sehnsüchtig, verbunden mit der Hoffnung, dass sich das kleine Wolkenloch über der Sternwarte halten würde.

Zunächst gab es noch horizontnahes Gewölk, doch dann kam die Sonne heraus und etwas mehr als eine Stunde später konnte ich mit der Beobachtung bei allerdings eher durchschnittlichem Seeing beginnen.

Im Weißlicht waren nur auf der Nordhalbkugel Fleckengruppen zu sehen und die waren allesamt nur den kleineren Waldmeiergruppen zuzuordnen. Im Osten sand die AR 12513 als H1, in Richtung Westen folgte die AR 12510 als J1. Westlich des Sonnenmeridians waren die AR 12512 als B3 und die AR 12514 als C6 auszumachen. Darüber fand ich noch eine nummernlose A1, die allerdings trotz der zwischendurch besser gewordenen Sichtbedingungen immer nur für kurze Momente erkennbar war.

Das Seeing erlaubte dann noch eine Beobachtung im H-alpha, wo ich mit dem PST am Rand 7 Protuberanzen entdeckte. Im Nordosten stand eine schöne und goße Bogenprotuberanz, im Nordwesten ein ziemlich zerfasertes Teil, das man kaum beschreiben konnte. Der Rest war dann eher klein und von geringerer Ausdehnung. Interessant waren die 6 Flaregebiete in den Regionen, in denen die kleinen Fleckengruppen standen. Sie gingen weit über das hinaus, was man im Weißlicht sehen konnte. Eher enttäuschend waren die Filamente, von denen es zwar 8 Stück gab, die aber ebenfalls nicht sonderlich groß waren. Nur eines schlängelte sich über mehrere Flaregebiete hinweg. Der abklingende Zyklus ist unverkennbar.

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