Dienstag, 8. März 2016

Sonne am 8.3.2016

Der Tag auf der Sternwarte in Kirchheim nahe Erfurt begann neblig-trüb, doch dann klarte es zunehmend auf und um um kurz nach 12 Uhr konnte ich bei sehr gutem Seeing - Ruhe und Schärfe 2 nach der Kiepenheuer-Skala - mit der Beobachtung beginnen. Der Himmel war zwar immer noch ein wenig von leichten Nebel getrübt, doch sorgte gerade das für herausragende Sichtbedingungen, wie ich sie in Hamburg nur selten antreffe.

Das ermöglichte mir dann auch das Erkennen kleiner Gruppen wie der AR 12517, die auch heute eine A1 war und schon recht nah am Westrand stand. Ebenfalls genau im Westen, aber etwas südlicher davon, befand sich die AR 12512 als J2, deren beide Flecken von einer gemeinsamen Penumbra umrahmt wurden. Leicht versetzt dazu in Richtung Sonnenrand war die AR 12514 als A3 zu sehen. Westlich davon hatte sich eine C7 neu gebildet und besaß noch keine NOAA-Nummer. Nordöstlich von dieser Gruppe war die AR 12510 als A1 zu erkennen, während die AR 12513 nach wie vor eine H1 war. Alle Gruppen standen im Norden, weite Teile der östlichen Hälfte der Sonne und der gesamte Süden waren fleckenfrei.

Im H-alpha waren die Bedingungen heute deutlich besser als gestern. Am Rand erkannte ich 9 Protuberanzen. Das gestern schon auffällige Gebiet im Nordosten wurde durch eine hohe bogenförmige Erhebung dominiert, während genau gegenüber liegend im Südwesten ein weiterer Bogen zu sehen war, der allerdings sehr lichtschwach erschien. Die übrigen Materieerhebung verteilten sich fast ausschließlich am Ostrand.

Die aktiven Regionen im Weißlicht waren im H-alpha weiter als 4 helle Flaregebiete zu sehen, ein weiteres stand im Südosten, war aber mit keiner Gruppe im Weißlicht assoziiert. Die 14 Filamente waren ebenfalls sehr schön anzusehen. Die meisten gab es im Norden, wozu auch ein recht langes Exemplar zu zählen war.. War die Südhalbkugel im Weißlicht völlig fleckenfrei, so zeigen sich die im H-alpha nur das bereits erwähnte  kleine Flaregebiet sowie drei Mini-Filamente. Die Sonne scheint mal wieder in einem ihrer kleinen Aktivitätsminima zu stecken, die zum Minimum hin immer häufiger werden.

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