Mittwoch, 9. März 2016

Sonne am 9.3.2016

Nach einer klaren und frostigen Nacht ging die Sonne an einem tiefblauen Himmel auf. Noch vor dem Tageseinkauf konnte ich daher meine tägliche Beobachtung erstellen. Schön, wenn man dazu nur vor die Haustür gehen muss und alles stressfrei erledigen kann. Das Seeing war abermals sehr gut und ich konnte feinste Details von Feinstruktur auf der Oberfläche sehen. 

Die Aktivität hatte sich gegenüber gestern etwas verringert, was in der Hauptsache dem Umstand geschuldet war, dass die beiden kleinsten Gruppen entweder wegrotiert waren oder sich in den letzten Stunden aufgelöst hatten. Die AR 12512 stand dicht am Westrand und war eine J1, die Ar 12511 stufte ich als C8 und die AR 12513 als H1 ein. Die gestern aufgetauchte Gruppe dazwischen hatte immer noch keine NOAA-Nummer erhalten und war heute eine kleine D7.

Die Sicht mit dem PST im H-alpha war heute erheblich besser als gestern. Am Rand konnte ich zwar nur 6 Protuberanzen finden - eine im Nordosten und eine weitere im Osten - waren besonders auffällig. Sie glichen einem aufrecht stehenden Turm, bzw. einem kleinen Bogen. Der Rest war eher klein und guckte kaum über den Rand hinaus.

Auf der Oberfläche gab es insgesamt 4 helle Flaregebiete, die weiter mit den Aktiven Regionen im Weißlicht assoziiert waren sowie 10 Filamente, die heute etwas größer waren und von denen es zwei im Süden und 8 im Norden gab. Schon seit Tagen ist die nördliche Hemisphäre deutlich aktiver als der Süden, ein Effekt, der typisch ist für die Zeit nach dem Maximum, wenn davor der Norden aktiver war. Die geringe Größe der Flecken ist überdies ein weiteres, sicheres Zeichen für den endenden Zyklus.

PS: Bei einer späteren Nachbeobachtung, bei der das Seeing schon spürbar schlechter geworden war, entdeckte ich am Ostrand noch eine J1-Gruppe, die in den vergangenen Stunden um den Ostrand herum rotiert ist.

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