Donnerstag, 28. April 2016

Sonne am 28.4.2016

Nach drei weiteren Ausfalltagen aufgrund von Schnee, Hagel, Eis und dicken Wolken, sah es heute zunächst nach dem vierten aus, denn prompt zur Mittagspause erwischte mich - wie schon auf dem Weg zur Arbeit - ein fetter Regenguss. Doch danach wurde es allmählich besser und der Hochdruckeinfluss machte sich bemerkbar. Zu Hause angekommen stellte ich das Teleskop auf und natürlich waren sogleich Wolken da, während der Resthimmel weitgehend frei davon war. Diese täglichen Murphereien nerven. Dann kam ein Abschnitt, der wolkenfrei, aber syphig war. Der böige Wind sorgte zudem dafür, dass da Teleskop auf der Fensterbank leicht zu verrutschen drohte.

Als ich endlich mit der Beobachtung beginnen konnte, war das Seeing erstaunlich gut und man konnte viele Einzelheiten in den 7 Fleckengruppen erkennen, die ich heute im Weißlicht vorfand. Die alte AR 12533 war noch da und weiter eine J1. Auf der übrigen Sonnenoberfläche hatten sich in den drei Tagen, an denen ich nicht beobachten konnte, erstaunlich viele neue Gruppen gebildet oder waren um den Ostrand herum gekommen. Da wäre zunächst westlich der AR 12533 die AR 12537 als eine D10, die innerhalb der Penumbren einiges an kleinen Flecken zeigte. Östlich des Sonnenmeridians standen die AR 12538 als A1, die 12535 als kleine C4 und die AR 12536 habe ich aufgrund der unterschiedlich positionierten und stark gegeneinander geneigten Penumbren in zwei Gruppen aufgeteilt: eine J1 und eine C5. Östlich davon stand dann noch eine J1 ohne Nummer.

Im H-alpha-Licht sah die Sonne etwas eigenartig aus. Erst nach längerer Beobachtungzeit entdeckte ich am Rand 4 kleine Protuberanzen, die kaum zu erkennen waren. Auf der Oberfläche gab es 9 kleine, zumeist punktförmige Filamente sowie 7 Flaregebiete. Das hellste war genau am Westrand zu finden, ein schwächeres am Ostrand und der Rest befand sich in einem weiten Feld zwischen dem Sonnenmeridian und dem Ostrand konzentriert. Ein ungewohnter Anblick. Offenbar gibt es gerade mal wieder einen kleinen Aktivitätsschub und es bleibt zu hoffen, dass ich dieses Mal die Entwicklung mal live verfolgen kann und nicht noch mehr Ausfalltage ansammle.

Sonntag, 24. April 2016

Sonne am 24.4.2016

Was ich nicht für möglich gehalten hatte ist dennoch eingetreten: statt angekündigtem Sturm und Regen - was sicher noch kommen wird - gab es beim Aufwachen heute Morgen einen strahlen blauen Himmel und kurz vor 8 Uhr konnte ich auf meinem Dachboden mit der Sonnenbeobachtung beginnen.

Mein Beobachtungsplatz auf dem Dachboden
Anfangs war das Seeing gruselig und selbst bei der etwas größeren Fleckengruppe waren nicht einmal Umbra und Penumbra voneinander zu trennen. Es gab jedoch durchaus auch gute Momente, in denen die Sichtbedingungen schlagartig besser wurde und nach wenigen Sekunden wieder alles vor sich hinblubberte.
Im Weißlicht waren weiter nur zwei Fleckengruppen zu sehen: die AR 12533 als langlebige, stabile J1 und die AR 12532, die sich scheinbar erholt hat, was eigentlich recht ungewöhnlich ist. Dass sich Fleckengruppen und damit die zugrunde liegenden Magnetfelder an gleicher Stelle zusammenfallen und wieder neu aufbauen, ist recht selten zu beobachten. Allerdings war in den letzten Tagen weitaus mehr Aktivität im H-alpha-Licht in dieser Gruppe zu sehen. Möglicherweise hat das zu einem Wiederaufleben der Region im Weißlicht geführt. Gestern noch eine A1, war sie heute plötzlich eine D5 mit zwei klar voneinander trennbaren Zentren, allerdings eher von kleiner Gestalt.

Im H-alpha-Licht war die Sicht teilweise sehr gut. Am Rand konnte ich 9 kleine Protuberanzen -eher Protübchen - sehen, deren Spitzen aus dem wallenden Sonnenrand hervorlugten. Auf der Oberfläche entdeckte ich zunächst nur das bekannte Flaregebiet bei der AR 12532, das intensiv leuchtete. Nach und nach fand ich aber noch zwei weitere am Ostrand und eines am Westrand, das aber nur schwer zu sehen war. Die Zahl der Filamente betrug 8 Stück, wobei sich alle auf der Nordhalbkugel tummelten. Der Süden war erscheinungsfrei. Die meisten tummelten sich entlang einer kleinen Filamentkette im Norden, der Rest war am Westrand und eines bei der AR 12532 anzutreffen. Rund um die AR 12533 gab es übrigens nichts auffälliges zu sehen: kein Flaregebiet und kein Filament!

Samstag, 23. April 2016

Sonne am 23.4.2016

Ein für mich richtig astronomisches Wochenende (heute das Norddeutsche Astrofotografentreffen in Lübeck und morgen Führungen auf der Bergedorfer Sternwarte) sollte nicht ohne Beobachtung sein und in der Tat war der Himmel ziemlich aufgelockert. Nur in Richtung Südwesten gab es ein kompaktes Wolkenband, aber das sollte ja nicht stören. Sollte. Es kam anders. Kurz bevor ich auf dem Dachboden mit der Beobachtung beginnen wollte, zogen dicke Wolken direkt vor die Sonne, während der gesamte Nordhimmel frei von Wolken war. Es sah wieder wie einer meiner typischen Beobachtungsmurphs aus. Doch dann, man mag es kaum Glauben und Augen reiben ist gestattet: die Wolken verzogen sich und schließlich konnte ich eine richtig große Wolkenlücke erwischen. Und dann war auch noch das Seeing vergleichsweise gut!

Die Sonnenaktivität zeigte sich gegenüber gestern Nachtmittag kaum verändert. Im Weißlicht waren weiter die beiden Aktiven Regionen AR 12533 war auch heuer eine J1 und die bei besserem Seeing leichter zu sehende AR 12532 eine A1.

Die Beobachtung im H-alpha-Licht war bei dem guten Seeing endlich mal wieder ein kleiner Genuss, wenngleich sich die niedrige Aktivität auch hier bemerkbar machte. Am Rand waren nur vier kleine Protuberanzen zu erkennen, die kaum der Rede wert waren. Auf der Oberfläche zeigte sich abermals nur ein Flaregebiet und das erstaunlicherweise im Bereich der AR 12532, von der im Weißlicht nur ein schwächlicher A1-Fleck zu sehen ist, während im H-alpha der Bereich hell aufleuchtete und östlich davon eine kleine Kette von Filamenten zu sehen war. Hier tut sich mehr, als man auf den bloßen Weißlicht-Blick vermuten könnte. Von dieser Gruppe ging ein kleiner Halbbogen bis zum Ostrand aus, der eine Kette von Filamenten bildete. Eine Handvoll Filamente gab es sowohl am Ost-, als auch am Westrand. Insgesamt zählte ich 12 Filamente. Endlich mal eine entspanntere Beobachtung, wenn auch die Aktivität nicht viel hergab.

Freitag, 22. April 2016

Sonne am 22.4.2016

Wieder war die Beobachtung ein einziger Krampf. Saß ich tagsüber noch bei viel Sonnenschein im Büro, kam ich nach dem Freitagseinkauf irgendwann zu Hause an und keine 100m davon entfernt verdunkelte sich der Himmel und die Sonne war weg. Jeden Tag die gleichen Murphereien. Und es sah aus, als ob es einen weiteren Ausfalltag geben würde, von denen ich schon reichlich angesammelt hatte. Gut anderthalb Stunden später zeigten sich erste Wolkenlücken, die natürlich alle an der Position der Sonne vorbei gingen. Nördlich von mir gab es sogar ein größeres Wolkenloch, aber die Sonne stand im Westen hinter Wolken. Dann endlich traf die erste Lücke und gab mir die Möglichkeit, das Teleskop grob zu justieren, danach musste ich nochmals gut 30 Minuten warten, bis ich mit der Beobachtung beginnen konnte. 

Das Seeing war mittelmäßig und tiefer gelegte Wolken zogen ständig durch das Bildfeld, sodass das Beobachtungsauge Probleme mit dem Erfassen von Flecken hatte. Die AR 12533 war auf Anhieb als J1 zu sehen, doch die immer wieder durchziehenden Wolkenfetzen erschwerten das Erkennen der zweiten Gruppe. Diese war nur sehr schwer zu finden, weil die Wolken immer wieder störten. Dann war erstmal Schluss, aber schon nach einer Viertelstunde kam gnädigerweise eine größere Wolkenlücke - von der ich nur den kleinsten Teil abbekam - und konnte die AR 12532 als schwache A1 finden. Gleich danach waren die Wolken wieder da und ich musste abermals eine Stunde bis zur nächsten Wolkenlücke warten, um noch mit dem PST ins H-alpha-Licht schauen zu können.

Die Wolkenlücken waren erheblich kleiner und so konnte ich nur abschnittsweise zählen und kam auf 3 winzigste Protuberanzen, 1 schwaches Flaregebie und 8 wild verstreute Filamente, bis die Wolken wiederkamen und das Drama endlich beendeten. Eine Beobachtung, ja, aber wieder nur unter schlechten Bedingungen, von denen ich mittlerweile genug habe.

Donnerstag, 21. April 2016

Sonne am 21.4.2016

Erstaunlicherweise war es nach einem sehr sonnigen und durchaus warmen Tag auch nach Feierabend noch so. Keine Wolke trübte den Beobachtungsgenuss, wenn da nicht das vollkommen inakzeptable und miserable Seeing gewesen wäre. Der Sonnenrand war zackig und in ständiger Bewegung und im Weißlicht pumpten die Flecken nur so vor sich hin. Nur ganz wenige Sekundenbruchteile standen für eine sinnvolle Beobachtung zur Verfügung.

Ohnehin hatte sich im Weißlicht nichts verändert. Die beiden Gruppen von gestern waren heute auch noch da: die AR 12532 eine C5 und die AR 12533 eine J1.

Im H-alpha-Licht wirkte sich das Seeing noch negativer aus. Wegen des blauen Himmels war der Hintergrund zwar schon dunkel, aber den Rand umliefen die Zacken wie wild und zeitweise verschwanden auf der Oberfläche sämtliche Details. Nur mit großer Mühe und einigen Unterbrechungen konnte ich am Schwabbelrand 4 Protuberanzen sehen, zwei etwas größere und zwei winzige, die kaum über den Rand kamen. 

Ein helleres Flaregebiet bei der AR 12532 und 8 wild verstreute Filamente konnte ich zählen. Allerdings musste ich aufgrund des Seeings mehrmals mit dem Zählen anfangen und mittendrin wieder aufhören, weil scheinbar neue Filamente dazu kamen, andere verschwanden oder plötzlich gar nichts mehr zu sehen war. Da kann man schon nach Feierabend beobachten und dann das … Murphy lässt mich einfach nicht in Ruhe. 

Mittwoch, 20. April 2016

Sonne am 20.4.2016

Nach zwei weiteren Ausfalltagen wegen schlechten Wetters oder weil ich von der Arbeit zu spät zu Hause war - die Wolkenlücken verschwanden just in dem Moment, als ich die Haustür aufschloss - zeigten sich heute großflächigere Wolkenlücken. Aber so ganz ohne ging es dann doch nicht. Satellitenbilder zeigten ein weitgehend wolkenfreies Land, nur über Hamburg zog es immer wieder völlig zu. Der kräftige Wind sorgte jedoch für ein rasches Vorankommen der Plagegeister und so konnte ich halbwegs entspannt beobachten, wenn auch bei nur mittelmäßigem Seeing, das den Sonnenrand doch heftig in Bewegung setzte.

Im Weißlicht war die große AR 12529 verschwunden, ich hatte die beiden letzten Tage deren Herumwandern um den Westrand natürlich verpasst. Wie so oft, wenn es große Gruppen zu sehen gibt. Übrig geblieben war die AR 12532 als C4 und eine kleine J1 ganz im Osten, die in den letzten Stunden um den Rand herum rotiert war.

Der Blick ins H-alpha-Licht verriet eine dort ebenfalls langsam abnehmende Aktivität. Am Rand gab es 6 kleine Protuberanzen zu sehen - eine davon schwebend und leicht veraschen - und auf der Oberfläche neben einem kleinen Flaregebiet im Bereich der Aktiven Region 12532 sowie 10 kleine, regellos verteilte Filamente. Neuerlich aufziehende Wolken schmälerten das Beobachtungsergebnis, da sie das Seeing ganz erheblich negativ beeinflussten und viele Details in den nachfolgenden Wolkenlücken nicht mehr zu sehen waren.

Sonntag, 17. April 2016

Sonne am 17.4.2016

Nach dem Aufwachen erst einmal die Sonne beobachten: zum ersten Mal ist mir das in diesem Jahr heute geglückt. Selbstverständlich zogen Wolken auf, sobald ich das Teleskop aufgestellt hatte, doch starker Wind bliesen sie schnell weg und so hatte ich nur noch mit nicht ganz so gutem Seeing zu kämpfen. Der Sonnenrand war in ständiger Bewegung, aber die Details auf der Sonnenoberfläche kamen gut heraus.

Vor der Teleskopbeobachtung testete ich die Beobachtung mit bloßem Auge und Sofibrille und konnte die AR 12529 - wahrscheinlich das letzte Mal, denn morgen soll das Wetter wieder schlechter werden - als leicht flächig wahrnehmen. Im Fernrohr zeigte sich dann abermals in der Gruppe eine leicht herzförmige Umbra und jede Menge Struktur im Hofgebiet. Im nachfolgenden Teil der Gruppe war ein Fleck mit einer kleinen Penumbra zu sehen, weswegen ich die auch heute als D-Gruppe klassifizierte, mit nur noch insgesamt 8 Flecken. Im Osten war eine neue Gruppe aufgetaucht, die AR 12532. In meinem kleinen Fernrohr sah sie aus wie eine J1, weswegen ich sie auch so einstufte. Auf SDO- und SOHO-Bildern waren aber noch zwei kleine Flecken zu sehen, weswegen andere Beobachter die Gruppe auch als C klassifizieren mögen. Mit meinem 80/400er Refraktor konnte ich sie aber nicht auflösen.

Aufgrund der äußeren Bedingungen war die Beobachtung mit dem PST heute fast optimal: ein schwarzer Himmelshintergrund paarte sich mit viel Detail auf der Oberfläche. Zunächst suchte ich jedoch den Rand nach Protuberanzen ab und fand da 9 Stück, die meisten am Westrand, die aber allesamt nicht sehr weit über den Rand hinaus reichten. Das Zentrum der Aktivität auf der Oberfläche war natürlich die AR 12529. Hier sah man heute morgen ein Filament direkt aus der Umbra aufsteigen - gestern Nachmittag waren es noch zwei - und sie besaß nach wie vor gleich zwei voneinander getrennte Flaregebiete. Angesichts der Größe dieser Aktiven Region ist erstaunlich, dass sie seit der ersten Sichtbarkeit am 7. April nicht einen einzigen M-Flare hervorbrachte, sondern lediglich eine Vielzahl der zweituntersten Klasse c.

Zusammengenommen gab es auf der Oberfläche 12 Filamente - drei im Gebiet der AR 12529 und der Strecke bis zum Westrand, ein senkrechtes im Osten und einige nahe der Sonnenscheibenmitte, obwohl im Weißlicht dort nichts zu sehen war - sowie 5 Flaregebiete. Die geringe Aktivität der großen Gruppe und die geringe Zahl der Aktiven Regionen machen überdeutlich, dass wir uns im Abschwung des 24. Fleckenzyklus befinden.

Samstag, 16. April 2016

Sonne am 16.4.2016

Erst im zweiten Anlauf - und dann abermals unter schlechten Bedingungen - gelang mir heute früh eine Sonnenbeobachtung. Ich wachte zwar unter einem blauen Himmel auf, doch da stand die Sonne noch unerreichbar hinter Bäumen. Als sie dann nach einer Wolkenpause von einer Stunde, endlich hoch genug stand, war der Himmel weitgehend abgesyht und das Seeing grottig. Spontan dachte ich da an den Aschenputtel-Effekt, der mich anscheinend seit einiger Zeit mit konstanter Regelmäßigkeit verfolgt. Zumindest was die Sonnenbeobachtungen angeht.

Außer einem schwabbeligen Sonnenrand und einer blubberigen AR 12529 sah ich zunächst nichts. Mit bloßem Auge und Sofibrille ging bei dem milchigen Himmel auch nichts. Bevor jedoch dicke Regenwolken erneut die Sicht versperrten, schaute ich mir das Ganze noch mal intensiver an. Nur in wenigen Augenblicken wurde die Sicht mal einen Tick besser und ich erkannte Strukturen in der großen Gruppe. Der Hauptfleck hatte immer noch eine leicht runde Form, aber von der Umbra aus hatte sich die Penmbra aufgepalten und im nachfolgenden Teil der Gruppe waren drei kleine Penumbren neu entstanden, weswegen ich sie heute auch als D12 klassifizierte. Von der AR 12531 sah ich nichts mehr und die AR 12350 war nur ein- oder zweimal am Sonnenrand „aufgeblitzt“. Ich war mir aber sicher, sie real gesehen zu haben.

Der Blick ins H-alpha-Licht mit dem PST war ernüchternd. Ein hellorangener Himmelshintergrund versprach nichts Gutes und so konnte ich, bevor die Wolken kamen, gerade noch 8 kleine Protuberanzen am Rand, 6 kaum wahrnehmbare Filamente auf der Oberfläche und 4 Flaregebiete sehen, die beiden hellsten rund um die AR 12529. Dann war Schluss und der Himmel voll von dunkelgrauen Wolken … 

Donnerstag, 14. April 2016

Sonne am 14.4.2016

Es war wieder nur eine einzige Quälerei: bei Sonnenschein arbeiten und zu Feierabend dicke Wolken und die auch nur direkt vor der Sonne, während der Resthimmel weitgehend wolkenfrei war. Schlimmer noch: die Grenze zwischen einer größeren Wolkenschicht und klarem Himmel verlief genau ein paar Kilometer nördlich von mir. Ich saß natürlich wie immer unter Wolken. Später ergaben sich dann tatsächlich noch ein paar winzige Lücken, aber auch diese waren nicht störungsfrei, denn permanent zogen Wolkenfetzen durchs Bildfeld. Es war also wieder nur Wolkenlückenastronomie - gibt es überhaupt noch eine andere? - möglich. Dabei war das Seeing erstaunlich gut, was man bei der schnellen Wolkenbewegung eigentlich gar nicht erwarten würde.

Im Weißlicht dominierte nach wie vor die AR 12529, die ich vormittags wieder bequem durchs Bürofenster - ungestört durch Wolken - mit meiner Sofibrille beobachten konnte. Im Fernrohr zeigte sich in der Umbra eine kräftige Lichtbrücke vom Typ c nach der Hilbrechtschen Klassifikationdie sich offenbar seit gestern (?) so langsam auf den Mittelpunkt der Gruppe voran arbeitet. Prinzipiell könnte sie den Fleck teilen, das muss man mal abwarten und in den nächsten Tagen weiter beobachten, wenn das Wetter einen denn lässt. Die Penumbra war auch durchaus interessant, zeigte sie doch zwei kleine, in sie eingebettete Flecken und einen ziemlich zerfaserten Rand

Zu dieser großen Gruppe gesellten sich noch zwei weitere, westlich die AR 12530, von der nur noch eine A1 übrig geblieben war, die zudem nur schwer auszumachen war. Die neue AR 12531 war ebenfalls eine A1. Beobachter mit besseren Bedingungen hatten sie schon gestern sehen können, ich hatte zu dem Zeitpunkt nur Syph und einen wallenden Sonnenrand, der ein Erkennen unmöglich machte.
Nach der Weißlichtbeobachtung musste ich fast eine Stunde warten, bis die Sonne wieder aus den Wolken rauskam - ringsum war der Himmel immer noch schön blau -, doch viel zu sehen gab es nicht, da trotz guten Seeings kaum Einzelheiten auszumachen waren. Am Rand erkannte ich 6 Protuberanzen, von denen zwei am West- und eine am Ostrand tatsächlich mal etwas auffälliger waren. Zwei helle Flaregebiete umrahmten die AR 12529, deren Umbra auch im H-alpha-Licht als dunkler flächiger Punkt zu sehen war. Darüber hinaus gab es nur 6 kleine Filamente und nur eines im Südwesten war auch mal etwas flächiger.

Im Netz schnappte ich heute einen Vergleich der Fleckengruppe mit dem Merkur auf. Der wird aber wesentlich weniger auffallen: die Fleckengruppe durchmisst gut 65.000.km, der Merkur, der ja im Mittel nur 58 Mio. km von der Sonne entfernt steht, weist nur einen Durchmesser von gut 4880 km auf. Auch ohne große Berechnungen wird klar: Der Merkur wird wesentlich kleiner erscheinen als der aktuelle Sonnenfleck. Man kann getrost davon ausgehen, dass Merkur scheinbar nur rund 25% so groß sein wird, wie die Venus beim Transit. Mit anderen Worten: Mit bloßem Auge und wird man ihn vor der Sonne kaum erkennen können.

Mittwoch, 13. April 2016

Sonne am 13.4.2016

Das Wetter macht mir astronomisch weiterhin schwer zu schaffen. Tagsüber und besonders bei Feierabend befand ich mir unter einem bewölkten Himmel, allerdings mit vielen Auflockerungen. Zu Hause angekommen gab es davon erstmal nichts mehr. Der Himmel war syphig-bewölkt und der erste Beobachtungsversuch scheiterte, weil ich im Okular zwar die große Fleckengruppe, aber nicht einmal den Sonnenrand erkennen konnte. Schlappe zwei Stunden musste ich ausharren, dann erst gab es eine längere Wolkenpause, in der die Sicht ein wenig besser, aber weit davon entfernt war, optimal zu sein.

Als ich das zweite Mal beobachtete, wallte der Sonnenrand nicht mehr so kräftig, dafür waren die Details auf der Oberfläche doch recht verschwommen. Immer nur für ganz kurze Momente ploppte das Seeing auf und ließ mehr erkennen. So fand ich heraus, dass die AR 12529 heute nur noch eine C9 war. Im voranschreitenden Teil waren alle Penumbren verloren gegangen. Ein kleiner Fleck befand sich am nördlichen Zipfel der Gruppe genau am Rand der Penumbra, der Rest stand in einiger Entfernung zum dicken Fleck. Die AR 12530 entdeckte ich aufgrund der mäßigen Bedingungen erst im zweiten Anlauf und klassifizierte sie als A1. Nicht verschwiegen werden soll, dass ich die AR 12529 am Vormittag locker mit der Sofibrille durchs Bürofenster sehen konnte. Aber da war der Himmel auch noch nicht ganz so verschmiert wie Stunden später.

Für das H-alpha-Licht machte ich mir keine großen Hoffnungen mehr, dennoch bekam ich auch hier in manchen Momenten ein wenig zu sehen: 5 kleine Protuberanzen am Sonnenrand, drei Flaregebiete - die beiden hellsten rund um die AR 12529 - sowie 10 überwiegend punkt- oder leicht flächenfömige Filamente. Schon kurze Zeit später, als gerade diese Zeilen entstanden, war der Himmel wieder zugezogen. Etwas später Feierabend und ich hätte meinen nächsten Ausfalltag kassiert.

Dienstag, 12. April 2016

Sonne am 12.4.2016

Nach einem weiteren Ausfalltag, bei dem ich schon wieder den ganzen Tag im Sonnenschein auf der Arbeit war und der Himmel zu Feierabend zuzog, hatte ich heute zwar überraschend einen sehr sonnigen Mittag, dafür aber einen weitgehend abgesyphten Himmel, als ich zu Hause ankam. Das Seeing war grottig und Details am Anfang kaum zu erkennen. Zwischendurch wurde es zwar etwas besser, doch gut wurde es dabei nie.

Im Weißlicht hatte sich die AR 12529 wieder ein wenig verändert. Der voranschreitende Fleck war noch größer geworden und wies nach Berechnungen des Amateurastronomen Andreas Viertel eine Gesamtgröße von rund 62.000 km und die Umbra eine von knapp 34.000 km auf. Sie ist deshalb auch äußerst bequem durch eine Sonnenfinsternisbrille mit bloßem Auge zu sehen. Neben der AR 12529 gab es noch eine weitere Gruppe: die AR 12530 als J1. Beide Gruppen befanden sich auf der Nordhalbkugel und damit war der Süden fleckenfrei.

Im H-alpha-Licht gab es aufgrund der schlechten Beobachtungsbedingungen nicht viel zu sehen. Der Hintergrund war mehr oder weniger hellorange, am Sonnenrand zeigten sich 4 kleine Protübchen, auf der Oberfläche 8 Filamente und 2 Flaregebiete, wenn man überhaupt was zu sehen bekam. Meistens sah ich im Okular nämlich nur eine milchig-orangene Fläche, aus der nur kurzfristig mal ein paar Erscheinungen herauszuarbeiten waren. Es war halt wie immer, wenn schon eine Beobachtung, dann wenigstens eine unter miesen Bedingungen …

Sonntag, 10. April 2016

Sonne am 10.4.2016

Nach den Wettervorhersagen für diesen Tag sollte sich die Sonne erst spät am Abend zeigen, es kam aber wieder einmal anders. Und natürlich nicht ohne Murphy, denn ich stand mit meinem Teleskop am Rand des Aufklarungsgebietes. Während der gesamte Himmel weitgehend wolkenfrei war, schoben sich von Süden her Wolken und Syoh vor die Sonne, die die Sicht stark beeinträchtigten. Aber es war gerade noch akzeptabel, wenn auch das Seeing stark darunter litt und man fast ständig ein leicht verschwommenes Bild der Sonne im Okular betrachten durfte.

Die AR 12529 hatte nicht nur eine beeindruckend große Penumbra, die mit meiner Sofibrille selbst bei dem Syphhimmel gut zu sehen war, sie war auch die einzige Fleckengruppe auf der Sonne. Wie schon gestern schien sie auch heute nur aus einer Vielzahl kleiner Penumbren zu bestehen, Einzelflecken ohne Hofgebiete waren nicht zu finden. Sie besaß 11 Flecken in 4 Penumbren. Interessant war die gestern in auf dem Bergedorfer Teleskoptreffen in größeren Fernrohren schön anzusehende Umbra. Sie wirkte binnen Stunden immer mehr zerfasert und zeigte eine starke Einkerbung auf der Nordseite, die von einer Lichtbrücke herrührte. Man sah gestern auffallend viele kleine dieser Einkerbungen, von denen ich mit meinem kleinen 80/400er Refraktor heute einige wiederfand.

Im H-alpha-Licht machte sich eine gewisse Trostlosigkeit breit. Am Rand standen nur noch 5 klitzekleine Protübchen, die nicht der Rede wert waren. Auf der Oberfläche zeigten sich nur noch ein Flaregebiet im Bereich der einzigen Fleckengruppe und das dürfte in den kommenden Tagen durchaus interessant werden.  Richtig positioniert, könnte ein Flare für Polarlichter sorgen, wie es sie in der Nacht vom 7. auf den 8. April als Folge eines geomagnetischen Sturms gab. Allerdings haben uns in der letzten Zeit große Gruppen in dieser Hinsicht stets enttäuscht und blieben weitgehend inaktiv und bis heute hat die Gruppe auch nur schwache c-class-Flares erzeugt. Die Zahl der Filamente betrug zwar 14 Stück, doch waren diese allesamt mickrig, sahen fleckenartig aus, hatten wenig Fläche und waren eher lokal begrenzt. Das sah vor ein paar Tagen noch sehr viel besser aus!

Samstag, 9. April 2016

Sonne am 9.4.2016

Nach einem weiteren, arbeitsbedingten Ausfalltag - zum wiederholten Male machte ich bei Sonnenschein Feierabend und kam unter Wolken zu Hause an - schien heute Morgen die Sonne, obwohl es eigentlich bedeckt sein sollte. Es geht auch mal so herum. Ergo: Ich baute kurzerhand das Equipmentt auf dem Dachboden auf und begann kurz danach bei recht gutem Seeing mit der Beobachtung.

Der geschulte Beobachterblick fiel als erstes auf die neue AR 12529 am Ostrand, die eine großvolumige Penumbra aufwies, die in den kommenden Tagen auch locker mit dem bloßen Auge zu sehen sein dürfte. Momentan steht sie noch zu dicht am Sonnenrand. Sie war eine D9 und alle Flecken befanden sich innerhalb der drei Penumbren. Etwas schwieriger wurde es mit dem Wiederauffinden der AR 12528. Sie war nur noch eine A1, die in einem Fackelfeld am Westrand zu sehen war.

Enttäuschend war dagegen der Blick in das H-alpha-Licht. Am Rande waren kaum Protuberanzen zu sehen. Ich kam beim Zählen zwar auf 7 Stück, doch die überwiegende Zahl kam kaum über den Rand hinaus und war nur als kleine Spitze zu sehen. Lediglich eine kleine und eine schwebende Erhebung waren am Westrand an der ungefähren Position der alten AR 12528 deutlicher zu sehen. Nurmehr drei Flaregebiete - das größte natürlich im Umfeld der neuen Gruppe - und 7 unscheinbare Filamente zierten die Oberfläche. Im H-alpha legt die Sonne also wieder mal eine kleine Pause ein, bald auch im Weißlicht?

Donnerstag, 7. April 2016

Sonne am 7.4.2016

Nach drei (!) vollkommen unnötigen Ausfalltagen - die Sonne war immer nur bis zum Feierabend zu sehen, dann zog es zu - war diese Beobachtung auch nur eine einzige Quälerei. Manchmal fragt man sich, wieso man sich das eigentlich noch gibt, zumal ich wegen der Arbeit auch die Venusbedeckung durch den Mond am Vormittag des 7. April nicht beobachten konnte.

Von der Vorhersage her sollte es heute eigentlich klappen, doch kaum zu Hause angekommen und das Teleskop aufgebaut, zog es zu, ohne dass ich auch nur einen Blick durchs Fernrohr werfen konnte. Dann kam ein kurzes, aber heftiges Gewitter und danach die Sonne wieder raus. Am geöffneten Fenster tropfte es herab, aber erstmal beobachten. Als Dank war das Seeing grausig bis gutselig. Ein heftig wallender Sonnenrand und eine blubbernde Oberfläche. Erst kurz vor der nächsten Wolkenfront gab es eine leichte Besserung und ich musste mich wieder beeilen.

Im Weißlicht gab es tatsächlich 2 Gruppen: die AR 12528 war eine kleine D4 und genau am Ostrand gab es die kräftige Einbuchtung. Hier kam grad eine J1 um die Ecke. Möglicherweise ist das Gebiet sogar noch deutlich größer, so genau war das bei dem miesen Seeing nicht zu erkennen.

Trotz allem nutzte ich auch das neben dem kleinen Refraktor stehende PST. Am Sonnenrand gab es einiges an Aktivität, was aus den großen Protuberanzen der  letzten Beobachtung wurde, habe ich dank der Umstände natürlich wieder verpasst, wie immer bei größerer Aktivität. Ich zählte hier insgesamt 10 Protuberanzen, von denen sich drei ein wenig mehr über der Oberfläche erhoben. Auf der Oberfläche waren 2 Flaregebiete und 14 Filamente zu sehen, die meisten der größeren auf der Osthälfte. Bevor ich jedoch an Detailbeobachtungen herangehen konnte, war der Himmel wieder zu und das Seeing davor abgeschmiert. So blieb mir nach Feierabend wieder nur der kümmerliche Rest von einem ehemals sehr viel blaueren Himmel übrig.

Sonntag, 3. April 2016

Sonne am 3.4.2016

Der Sonntag Vormittag war im Hinblick auf das Wetter eine einzige Enttäuschung. Vorhergesagt war ein strahlend blauer Himmel, gekommen sind statt dessen dicke Wolken. Da fragt man sich doch sehr nach der scheinbar immer geringer werdenden Zuverlässigkeit von Wetterprognosen. Zum Glück klarte sich der Himmel kurz nach 12 Uhr ein wenig auf und als die erste größere Wolkenlücke kam, war der Himmel darin zwar nicht blau, sondern weiß, dennoch war das Seeing gut und man konnte mit dem Teleskop gut durch die Syphschicht durchkommen.

Im Weißlicht zeigte sich weiter einsam und verlassen die AR 12526 als H1 sowie zwei kleine Fackelfelder, eines am Ost- und eines am Westrand.

Das Leben tobte dagegen im H-alpha-Licht: die beiden großen Protuberanzen der letzten Tage waren nicht nur immer noch vorhanden, sondern hatten sich noch vergrößert, sodass beiden nicht mehr ganz von den GONG-Kameras erfasst werden konnten. Die am Westrand ragte hoch auf und knickte an ihrer Spitze ab, hier dürfte sich bald was tun, sich vielleicht ein Teil ablösen. Die Büschelprotuberanz am Ostrand zeigte weiter ihre wirre Struktur und war noch größer geworden., daneben gab es noch fünf weitere Materieerhebungen, die aber weniger auffällig waren.

Die Oberfläche enthielt zwei schwach leuchtende Flaregebiete und 10 regellos verteilte Filamente. Interessant war jenes am südwestlichen Rand, das hier in eine Protuberanz überging. Im Nordosten gab es zwei Exemplare, die sich deutlich über die Oberfläche erhoben und so sehr plastisch und dreidimensional wirkten. Außerdem deutete sich von Südosten her eine auf den ersten Blick unscheinbare Kette kleiner Filamente an. Es zeigte sich wieder auf beeindruckende Weise, dass eine geringe Aktivität im Weißlicht nicht gleichbedeutend sein muss mit wenigen Erscheinungen im H-alpha-Licht! 

Samstag, 2. April 2016

Sonne am 2.4.2016

Ein von Beginn an sonniger Tag sollte es werden, wurde es aber nicht, denn zunächst war außer Hochnebel nichts zu sehen. Dieser wich allmählich, aber so spät, dass ich nicht mehr auf dem Dachboden beobachten konnte und mich mit einem Blick durch die Äste meiner nervenden und verhassten Bäume begnügen musste, da der Innenhof immer noch im Schatten lag und Ausweichplätze durch neu gepflanzte Bäume unbrauchbar geworden sind.

Fast war es zu erwarten: das Seeing war grottig. Ein scharfer Sonnenrand konnte ebenso wenig gesehen werden, wie eine klare Struktur in der AR 12526. Dies war erst später, nach der Passage einiger dicker Äste, möglich. Was mich erstaunte: Von der Teilung gestern war heute nichts mehr zu sehen. Die Gruppe war wieder eine H1 und besaß eine einheitliche Umbra inmitten einer ovalen Penumbra. Mehr mit Glück erkannte ich nordwestlich davon in den wenigen Augenblicken ruhiger Luft noch eine A1, die immer wieder mal kurz aufblitzte.

Im H-alpha - anfangs traute ich mich nicht, das PST überhaupt einzusetzen - war die Sicht auch sehr verschwommen und richtig viele Details konnte ich gar nicht sehen. Die große Protuberanz am Ostrand war aber noch da und die am Westrand größer geworden. Im Nordwesten erkannte ich eine schöne Bogenprotuberanz, ansonsten nur ein paar kleine, insgesamt 6 Stück. Die Oberfläche zeigte nur 8 unscheinbare Filamente, die ziemlich regellos verteilt waren sowie zwei schwach leuchtende Flaregebiete. Die Sicht wurde zeitweise sogar etwas besser, bis dickeres Geäst das Ende der Beobachtung einläutete. Nun muss ich auf den Nachmittag hoffen und auf die Wettervorhersage vertrauen, um dann noch mal beobachten zu können …

Freitag, 1. April 2016

Sonne am 1.4.2016

Ein früher Feierabend beim vermutlich ersten Frühlingswochenende im Norden ließ mich nicht nur entspannt und ohne Stress die Sonne beobachten, sondern machte auch Laune auf weitere astronomische Aktivitäten. Allerdings waren die Luft und der Boden noch relativ kühl und daher das Seeing bisweilen schlecht bis grottig. In manchen Augenblicken war kaum mehr als der heftig wallende Sonnenrand in Zick-Zack-Form zu sehen und dann stand für Sekunden das Bild. Für Fotos schlecht, für die visuelle Beobachtung aber brauchbar.

Im Weißlicht gab es nach wie vor nur eine Fleckengruppe zu sehen, die AR 12526, die sich anscheinend geteilt hatte, aber immer noch von einer einzigen, ovalen,  Penumbra umgeben war. Man darf spekulieren, ob die Gruppe bis zum Westrand durchhalten wird, denn Fleckenteilungen sind in der Regel ein Hinweis auf einen möglichen Zerfall einer einpoligen Gruppe.

Im H-alpha-Licht fiel das schlechte Seeing gar nicht so sehr ins Gewicht. Was beim ersten Blick durchs PST auffiel war eine große Protuberanz am Ostrand: ein schöner Bogen, der - perspektivisch bedingt - an einer Stelle unterbrochen schien. Genau gegenüber sah man, wie das lange Filament der letzten Tage hier in eine nette, aber nicht sehr große, Protuberanz überging. Neben diesen beiden zählte ich weitere 6 Materieerhebungen, die aber allesamt winzig waren. 

Auf der Oberfläche fanden sich drei kleine Flaregebiete - selbst das rund um die AR 12526 war nur noch wenig auffallend strukturiert und leuchtete nur schwach - und 12 kleine Filamente. Angesichts der großen Protuberanz am Ostrand darf man an dieser Stelle auf ein neues, vielleicht etwas größeres Aktivitätsgebiet hoffen, dass sich in den kommenden Tagen, vielleicht sogar schon an diesem Wochenende, zeigen könnte.