Dienstag, 12. April 2016

Sonne am 12.4.2016

Nach einem weiteren Ausfalltag, bei dem ich schon wieder den ganzen Tag im Sonnenschein auf der Arbeit war und der Himmel zu Feierabend zuzog, hatte ich heute zwar überraschend einen sehr sonnigen Mittag, dafür aber einen weitgehend abgesyphten Himmel, als ich zu Hause ankam. Das Seeing war grottig und Details am Anfang kaum zu erkennen. Zwischendurch wurde es zwar etwas besser, doch gut wurde es dabei nie.

Im Weißlicht hatte sich die AR 12529 wieder ein wenig verändert. Der voranschreitende Fleck war noch größer geworden und wies nach Berechnungen des Amateurastronomen Andreas Viertel eine Gesamtgröße von rund 62.000 km und die Umbra eine von knapp 34.000 km auf. Sie ist deshalb auch äußerst bequem durch eine Sonnenfinsternisbrille mit bloßem Auge zu sehen. Neben der AR 12529 gab es noch eine weitere Gruppe: die AR 12530 als J1. Beide Gruppen befanden sich auf der Nordhalbkugel und damit war der Süden fleckenfrei.

Im H-alpha-Licht gab es aufgrund der schlechten Beobachtungsbedingungen nicht viel zu sehen. Der Hintergrund war mehr oder weniger hellorange, am Sonnenrand zeigten sich 4 kleine Protübchen, auf der Oberfläche 8 Filamente und 2 Flaregebiete, wenn man überhaupt was zu sehen bekam. Meistens sah ich im Okular nämlich nur eine milchig-orangene Fläche, aus der nur kurzfristig mal ein paar Erscheinungen herauszuarbeiten waren. Es war halt wie immer, wenn schon eine Beobachtung, dann wenigstens eine unter miesen Bedingungen …

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