Mittwoch, 13. April 2016

Sonne am 13.4.2016

Das Wetter macht mir astronomisch weiterhin schwer zu schaffen. Tagsüber und besonders bei Feierabend befand ich mir unter einem bewölkten Himmel, allerdings mit vielen Auflockerungen. Zu Hause angekommen gab es davon erstmal nichts mehr. Der Himmel war syphig-bewölkt und der erste Beobachtungsversuch scheiterte, weil ich im Okular zwar die große Fleckengruppe, aber nicht einmal den Sonnenrand erkennen konnte. Schlappe zwei Stunden musste ich ausharren, dann erst gab es eine längere Wolkenpause, in der die Sicht ein wenig besser, aber weit davon entfernt war, optimal zu sein.

Als ich das zweite Mal beobachtete, wallte der Sonnenrand nicht mehr so kräftig, dafür waren die Details auf der Oberfläche doch recht verschwommen. Immer nur für ganz kurze Momente ploppte das Seeing auf und ließ mehr erkennen. So fand ich heraus, dass die AR 12529 heute nur noch eine C9 war. Im voranschreitenden Teil waren alle Penumbren verloren gegangen. Ein kleiner Fleck befand sich am nördlichen Zipfel der Gruppe genau am Rand der Penumbra, der Rest stand in einiger Entfernung zum dicken Fleck. Die AR 12530 entdeckte ich aufgrund der mäßigen Bedingungen erst im zweiten Anlauf und klassifizierte sie als A1. Nicht verschwiegen werden soll, dass ich die AR 12529 am Vormittag locker mit der Sofibrille durchs Bürofenster sehen konnte. Aber da war der Himmel auch noch nicht ganz so verschmiert wie Stunden später.

Für das H-alpha-Licht machte ich mir keine großen Hoffnungen mehr, dennoch bekam ich auch hier in manchen Momenten ein wenig zu sehen: 5 kleine Protuberanzen am Sonnenrand, drei Flaregebiete - die beiden hellsten rund um die AR 12529 - sowie 10 überwiegend punkt- oder leicht flächenfömige Filamente. Schon kurze Zeit später, als gerade diese Zeilen entstanden, war der Himmel wieder zugezogen. Etwas später Feierabend und ich hätte meinen nächsten Ausfalltag kassiert.

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