Samstag, 16. April 2016

Sonne am 16.4.2016

Erst im zweiten Anlauf - und dann abermals unter schlechten Bedingungen - gelang mir heute früh eine Sonnenbeobachtung. Ich wachte zwar unter einem blauen Himmel auf, doch da stand die Sonne noch unerreichbar hinter Bäumen. Als sie dann nach einer Wolkenpause von einer Stunde, endlich hoch genug stand, war der Himmel weitgehend abgesyht und das Seeing grottig. Spontan dachte ich da an den Aschenputtel-Effekt, der mich anscheinend seit einiger Zeit mit konstanter Regelmäßigkeit verfolgt. Zumindest was die Sonnenbeobachtungen angeht.

Außer einem schwabbeligen Sonnenrand und einer blubberigen AR 12529 sah ich zunächst nichts. Mit bloßem Auge und Sofibrille ging bei dem milchigen Himmel auch nichts. Bevor jedoch dicke Regenwolken erneut die Sicht versperrten, schaute ich mir das Ganze noch mal intensiver an. Nur in wenigen Augenblicken wurde die Sicht mal einen Tick besser und ich erkannte Strukturen in der großen Gruppe. Der Hauptfleck hatte immer noch eine leicht runde Form, aber von der Umbra aus hatte sich die Penmbra aufgepalten und im nachfolgenden Teil der Gruppe waren drei kleine Penumbren neu entstanden, weswegen ich sie heute auch als D12 klassifizierte. Von der AR 12531 sah ich nichts mehr und die AR 12350 war nur ein- oder zweimal am Sonnenrand „aufgeblitzt“. Ich war mir aber sicher, sie real gesehen zu haben.

Der Blick ins H-alpha-Licht mit dem PST war ernüchternd. Ein hellorangener Himmelshintergrund versprach nichts Gutes und so konnte ich, bevor die Wolken kamen, gerade noch 8 kleine Protuberanzen am Rand, 6 kaum wahrnehmbare Filamente auf der Oberfläche und 4 Flaregebiete sehen, die beiden hellsten rund um die AR 12529. Dann war Schluss und der Himmel voll von dunkelgrauen Wolken … 

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