Donnerstag, 21. April 2016

Sonne am 21.4.2016

Erstaunlicherweise war es nach einem sehr sonnigen und durchaus warmen Tag auch nach Feierabend noch so. Keine Wolke trübte den Beobachtungsgenuss, wenn da nicht das vollkommen inakzeptable und miserable Seeing gewesen wäre. Der Sonnenrand war zackig und in ständiger Bewegung und im Weißlicht pumpten die Flecken nur so vor sich hin. Nur ganz wenige Sekundenbruchteile standen für eine sinnvolle Beobachtung zur Verfügung.

Ohnehin hatte sich im Weißlicht nichts verändert. Die beiden Gruppen von gestern waren heute auch noch da: die AR 12532 eine C5 und die AR 12533 eine J1.

Im H-alpha-Licht wirkte sich das Seeing noch negativer aus. Wegen des blauen Himmels war der Hintergrund zwar schon dunkel, aber den Rand umliefen die Zacken wie wild und zeitweise verschwanden auf der Oberfläche sämtliche Details. Nur mit großer Mühe und einigen Unterbrechungen konnte ich am Schwabbelrand 4 Protuberanzen sehen, zwei etwas größere und zwei winzige, die kaum über den Rand kamen. 

Ein helleres Flaregebiet bei der AR 12532 und 8 wild verstreute Filamente konnte ich zählen. Allerdings musste ich aufgrund des Seeings mehrmals mit dem Zählen anfangen und mittendrin wieder aufhören, weil scheinbar neue Filamente dazu kamen, andere verschwanden oder plötzlich gar nichts mehr zu sehen war. Da kann man schon nach Feierabend beobachten und dann das … Murphy lässt mich einfach nicht in Ruhe. 

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