Samstag, 2. April 2016

Sonne am 2.4.2016

Ein von Beginn an sonniger Tag sollte es werden, wurde es aber nicht, denn zunächst war außer Hochnebel nichts zu sehen. Dieser wich allmählich, aber so spät, dass ich nicht mehr auf dem Dachboden beobachten konnte und mich mit einem Blick durch die Äste meiner nervenden und verhassten Bäume begnügen musste, da der Innenhof immer noch im Schatten lag und Ausweichplätze durch neu gepflanzte Bäume unbrauchbar geworden sind.

Fast war es zu erwarten: das Seeing war grottig. Ein scharfer Sonnenrand konnte ebenso wenig gesehen werden, wie eine klare Struktur in der AR 12526. Dies war erst später, nach der Passage einiger dicker Äste, möglich. Was mich erstaunte: Von der Teilung gestern war heute nichts mehr zu sehen. Die Gruppe war wieder eine H1 und besaß eine einheitliche Umbra inmitten einer ovalen Penumbra. Mehr mit Glück erkannte ich nordwestlich davon in den wenigen Augenblicken ruhiger Luft noch eine A1, die immer wieder mal kurz aufblitzte.

Im H-alpha - anfangs traute ich mich nicht, das PST überhaupt einzusetzen - war die Sicht auch sehr verschwommen und richtig viele Details konnte ich gar nicht sehen. Die große Protuberanz am Ostrand war aber noch da und die am Westrand größer geworden. Im Nordwesten erkannte ich eine schöne Bogenprotuberanz, ansonsten nur ein paar kleine, insgesamt 6 Stück. Die Oberfläche zeigte nur 8 unscheinbare Filamente, die ziemlich regellos verteilt waren sowie zwei schwach leuchtende Flaregebiete. Die Sicht wurde zeitweise sogar etwas besser, bis dickeres Geäst das Ende der Beobachtung einläutete. Nun muss ich auf den Nachmittag hoffen und auf die Wettervorhersage vertrauen, um dann noch mal beobachten zu können …

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