Donnerstag, 7. April 2016

Sonne am 7.4.2016

Nach drei (!) vollkommen unnötigen Ausfalltagen - die Sonne war immer nur bis zum Feierabend zu sehen, dann zog es zu - war diese Beobachtung auch nur eine einzige Quälerei. Manchmal fragt man sich, wieso man sich das eigentlich noch gibt, zumal ich wegen der Arbeit auch die Venusbedeckung durch den Mond am Vormittag des 7. April nicht beobachten konnte.

Von der Vorhersage her sollte es heute eigentlich klappen, doch kaum zu Hause angekommen und das Teleskop aufgebaut, zog es zu, ohne dass ich auch nur einen Blick durchs Fernrohr werfen konnte. Dann kam ein kurzes, aber heftiges Gewitter und danach die Sonne wieder raus. Am geöffneten Fenster tropfte es herab, aber erstmal beobachten. Als Dank war das Seeing grausig bis gutselig. Ein heftig wallender Sonnenrand und eine blubbernde Oberfläche. Erst kurz vor der nächsten Wolkenfront gab es eine leichte Besserung und ich musste mich wieder beeilen.

Im Weißlicht gab es tatsächlich 2 Gruppen: die AR 12528 war eine kleine D4 und genau am Ostrand gab es die kräftige Einbuchtung. Hier kam grad eine J1 um die Ecke. Möglicherweise ist das Gebiet sogar noch deutlich größer, so genau war das bei dem miesen Seeing nicht zu erkennen.

Trotz allem nutzte ich auch das neben dem kleinen Refraktor stehende PST. Am Sonnenrand gab es einiges an Aktivität, was aus den großen Protuberanzen der  letzten Beobachtung wurde, habe ich dank der Umstände natürlich wieder verpasst, wie immer bei größerer Aktivität. Ich zählte hier insgesamt 10 Protuberanzen, von denen sich drei ein wenig mehr über der Oberfläche erhoben. Auf der Oberfläche waren 2 Flaregebiete und 14 Filamente zu sehen, die meisten der größeren auf der Osthälfte. Bevor ich jedoch an Detailbeobachtungen herangehen konnte, war der Himmel wieder zu und das Seeing davor abgeschmiert. So blieb mir nach Feierabend wieder nur der kümmerliche Rest von einem ehemals sehr viel blaueren Himmel übrig.

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