Montag, 16. Mai 2016

Sonne am 16.5.2016

Wieder war es ein ständiger Kampf mit den Wolken, den ich dieses Mal beinahe verloren hätte. Beim Aufwachen war der Himmel strahlen blau und ohne Wolken, doch je näher der Zeitpunkt rückte, an dem ich mit der Beobachtung hätte beginnen können, desto mehr Wolken kamen. Schließlich saß ich nach dem Aufbau des Teleskops auf dem Dachboden erst einmal unter Wolken. Allerdings zogen sie dieses Mal schnell vorüber und gaben den Blick auf eine Sonne bei bestem Seeing frei.

Im Weißlicht fiel mir als erstes die AR 12546 als große H1-Gruppe auf, die ich aber noch nicht mit bloßem Auge erfassen konnte. Die AR 12544 war eine C15 mit einer wirr strukturierten Penumbra im p-Teil. Die Aktiven Regionen 12542, 12543 und 12545 nahe dem oder am Westrand waren anfangs nur schwer zu erkennen, zumal just in dem Moment leichter Syph die Beobachtung störte und der Rand zu wallen anfing. Erst nach und nach konnte ich hier drei kleine A1-Flecken sehen, die spätestens morgen verschwunden sein dürften.

Nun musste ich erst einmal den Durchzug weiterer Wolken abwarten, bevor ich mit die Szenerie im H-alpha-Licht anschauen konnte. Im Südwesten gab es gerade eine offenbar aufsteigende Bogenprotuberanz und im Nordosten, genau gegenüber, eine spitzkegelige und eine turmartige Erhebung, die sehr hell leuchteten. Zusammen mit weiteren kleinen Exemplaren kam ich auf 11 Protuberanzen. Auf der Oberfläche waren wieder die bekannten 5 Flaregebiete zu sehen sowie 8 vorwiegend kleine Filamente. Nur ein schöner Bogen überspannte im Norden eine Region, von der im Weißlicht nichts zu sehen war. Nur Sekunden nach meinem letzten Blick kamen dicke Wolken, die aber auch binnen kurzem wieder verschwanden, dann aber immer dichter wurden. Ein nervendes und ständiges Hin und Her, bei dem ich irgendwann verlieren werde.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen