Dienstag, 17. Mai 2016

Sonne am 17.5.2016

Erst am Abend trat etwas ein, womit ich niemals gerechnet hatte. Der ganze Tag über war stark bewölkt und nur in der Mittagspause konnte ich in einer etwas größeren Wolkenlücke kurz die Sonne mit bloßem Auge und Sofibrille sehen: die AR 12546 als A=1. Dass ich die Sonne noch mit dem Teleskop beobachten könnte, hielt ich für sehr unwahrscheinlich. 

Doch kurz nach 19 Uhr begann sich die Wolkendecke von Nordwesten her aufzulösen und gab - Sommerzeit sei Dank - den Blick auf eine noch ordentlich hoch stehende Sonne frei. So konnte ich rasch von der Fensterbank im Schlafzimmer noch beobachten. Das Seeing war allerdings mehr als grottig, der Rand in ständiger, wallender Bewegung und die Oberfläche blubberte so vor sich hin.

Die AR 12546 war als H1 auf Anhieb zu finden und auch die AR 12544 sah ich auf den ersten Blick. Die war allerdings stark in sich zusammengefallen und nur noch eine C6.

Das miese Seeing war auch im H-alpha-Licht nicht zu übersehen. Der Rand sah aus wie ein dampfender Kessel und machte es sehr schwer, die 10 Protuberanzen von allgemeinem Seeinggeblubber zu unterscheiden. Dabei stand eine Protuberanz im Nordosten just in dem Moment richtig gut hoch. Die drei grad sichtbaren Flaregebiete waren deutlich erkennbar, schwieriger war es mit den insgesamt 9 überwiegend sehr kleine bis mittelgroße Filamenten. Der Süden war wieder fast völlig erscheinungsfrei und auch im Norden war nicht wirklich viel los - oder es konnte wegen des Seeings nicht gesehen werden.

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