Montag, 2. Mai 2016

Sonne am 2.5.2016

Zum ersten Mal seit einer gefühlten Ewigkeit schien die Sonne auch noch, als ich nach Feierabend zu Hause ankam. Die wenigen Wolken störten mal nicht, was es selten genug gibt. Das Seeing war zwar mittelprächtig, aber es ging.

Im Weißlicht zeigten sich gegenüber gestern kaum Veränderungen. Die AR 12533 war nicht mehr zu sehen, da sie um den Westrand herumrotiert war. Die AR 12535 war nur noch eine J1 und hatte die Flecken außerhalb der Penumbra verloren. Eine kleine Rückbildung der Flecken war auch bei der AR 12536 zu erkennen, die heute nur noch 10 Flecken aufwies und kaum welche zwischen den beide Polen besaß. Die AR 12539 war weiterhin schwer zu klassifizieren. Ich teilte sie wieder in drei Gruppen auf: eine A1 am Westende, eine C6 in der Mitte und dahinter eine A1. Sehr schwach und immer nur für Sekundenbruchteile zu sehen war die AR 12540, die ich gestern noch als B-Gruppe einstufte, die aber nur noch eine kaum wahrnehmbare A1 war.

Mehr Aktivität offenbarte sich im H-alpha-Licht. 6 Flaregebieten auf der Oberfläche standen 11 regellos verteilte, kleine Filamente entgegen, die meisten davon auf der Nordhalbkugel, während bis auf eine Ausnahme der Süden praktisch erscheinungsfrei war, wie schon im Weißlicht. Interessante hingegen die Protuberanzen am Sonnenrand. Am Ostrand ging eine Büschelprotuberanz in ein Filament über, ein kleiner Bogen lugte im Nordosten, eine streifenförmige im Osten und eine schwer definierbare im Südosten über den Rand. Im Nordwesten dagegen war ein breiter gefächertes Protuberanzengebiet auszumachen. Insgesamt kam ich beim Zählen, inkl. einiger sehr kleiner Spitzen, auf 9 Exemplare. Alle Erscheinungsformen zusammen boten trotz des eher mittelmäßigen Seeings etwas fürs Auge.  

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen