Donnerstag, 5. Mai 2016

Sonne am 5.5.2016

Genauso wünscht man es sich als Sonnenbeobachter: aufwachen, einen blauen Himmel vorfinden und dann noch vor dem Frühstück die täglichen Relativzahlen bestimmen.

Kurz vor 8 Uhr baute ich mein Teleskop auf dem Dachboden auf und konnte auch gleich mit der Beobachtung loslegen, zumal das Seeing ausgesprochen gut war. Im Weißlicht hatte sich in den paar Stunden seit der letzten Beobachtung nicht viel verändert. Die neue AR 12542 war weiter nur eine H, allerdings mit 5 Flecken und nurmehr einer einzigen, umfassenden, Penumbra. Die AR 12541 hatte sich zu einer kleinen D-Gruppe mit 4 Einzelflecken weiterentwickelt, während die 12539 eine nur noch schwach wahrnehmbare A1 war. Die 12536 stufte ich als J1, die 12535 als A1 ein. Alle Gruppen befanden sich auf der Nordhälfte der Sonne, der Süden war wieder fleckenfrei.

Im H-alpha-Licht sah die Sache schon sehr viel spannender aus: am Nordostrand tummelten sich gleich drei der insgesamt 12 Protuberanzen und sahen aus wie kleine Bogen, Spritzer und einem steil aufgerichteten Stab. Fünf kleinere Erhebungen waren dagegen am Westrand zu sehen sowie vier kleine Spitzen, die kaum über den Rand rausschauten. Drei helle Flaregebiete befanden sich dagegen auf der Oberfläche an den Positionen der aktiven Regionen mit den Nummern 12541, 12539 (im Weißlicht nur eine A1) und 12536 (im Weißlicht eine J1). Bei genauem Hinsehen und aufgrund des recht guten Seeings fand ich überdies 11 kleine Filamente, die aber oft nur sehr lokal begrenzt waren und keine großen Flächen überdeckten. Eine Beobachtung des Merkurdurchgangs am 9. Mai im H-alpha-Licht dürfte ebenfalls sehr spannend werden.

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