Dienstag, 14. Juni 2016

Sonne am 14.6.2016

Nach Gewitter und Starkregen riss die seit Tagen dichte Bewölkung, die mir mitten im Juni zwei aufeinander folgende Ausfalltage beschert hatte, endlich einmal für länger auf und gab mit die Möglichkeit zu einer Beobachtung. Erstaunlich war das unter den gegebenen Umständen recht gute Seeing, wenn auch der Himmel leicht vercirrt war.

Im Weißlicht hatte sich seit Samstag einiges verändert, vor allem hatte sich die Zahl der Gruppen verdoppelt. Am Westrand stand die AR 12554 im Norden als C3 in einem kleinen Fackelfeld. Im Süden war die AR 12553 als H 2 die größte Gruppe mit einer fetten Umbra, die ich aber noch nicht mit Sonnenfinsternisbrille und bloßem Auge sehen konnte. Westlich davon stand eine recht auffällige B2-Gruppe und nordöstlich eine kleine A3, die ich aber nur mit einiger Mühe sehen konnte. Kurz danach kam eine Wolkenpause, dann konnte ich endlich auch mit dem PST beobachten.

Im H-alpha-Licht wirkte die Sonne weitgehend erscheinungsfrei, aber sie war es Gottseidank nicht. Am Rand erhoben sich 8 überwiegend kleine Protuberanzen. Die größte stand im Nordwesten und besaß die Form eines überdimensionierten griechischen Pi-Zeichens. Bei der AR 12554 gab es am Westrand ein kleines Flaregebiet – insgesamt zählte ich 4 Stück – sowie ein kleines Filament, von denen ich 7 erblickte. Die meiste Aktivität entfaltete sich in einem kleinen keilförmigen und vom Ostrand ausgehenden Bereich, in dem sich 3 Flaregebiete und 6 Filamente tummelten. So langsam stellt sich die Sonne auch hier auf das Minimum ein, für das es seit Monaten keine neuen Vorhersagen gibt und das nach wie vor um 2020 herum eintreten soll. 

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