Mittwoch, 15. Juni 2016

Sonne am 15.6.2016

In der Pause zwischen zwei EM-Spielen tat sich bei mir ein keilförmiges Wolkenloch auf und ließ mich die Sonne beobachten, während es ringsum mehr nach Gewitter als nach etwas anderem aussah und es am Vormittag, als ich auf der Arbeit war, einen wolkenfreien Himmel gab. Just in dieser Zeit ging denn auch eine Katwarn-Meldung vor schwerem Gewitter und heftigem Starkregen und Hagel ein just zur Beobachtungszeit ein. In dem kleinen Wolkenloch war es leicht diesig, aber das Seeing ganz brauchbar.

Im Weißlicht war die Aktivität auf dem Rückzug: ganz am Westrand stand noch die AR 12554 als J1 – in wenigen Stunden wird sie um den Rand wegrotieren -, die AR 12553 stand im Süden östlich des Sonnenmeridians und war nur noch eine H1. Gestern hatte sie noch eine ovale Form und die Umbra wies eine deutliche Teilung auf. Die war verschwunden und der Fleck wirkte insgesamt sehr viel runder. Die Suche nach der kleinen A-Gruppe nordwestlich der AR 12553 scheiterte, dafür konnte ich die kleine B2-Gruppe westlich der Gruppe knapp über der Nachweisgrenze des 80/400er Refraktors erkennen.

Schnell probierte ich noch eine H-alpha-Beobachtung, doch der Anblick der Sonne in diesem Wellenlängenbereich war enttäuschend. Am Rand standen nur 6 kleine Protuberanzen, auf der Oberfläche nur noch 7 Filamente und 4 Flaregebiete. Kurz bevor sich die Wolkenlücke endgültig schloss, erkannte ih noch zwei längere Filamente am Ost- sowie am Westrand und eines bei der AR 12553, während die übrige Sonnenoberfläche erscheinungsfrei schien, zumindest unter den gegebenen Umständen, denn gleich nach der Beobachtung schloss sich die Lücke und beendete jede Hoffnung auf einen weiteren Blick zum Tagesgestirn.

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