Mittwoch, 1. Juni 2016

Sonne am 1.6.2016

Ausgesprochenes Glück hatte ich heute mit dem Wetter: im Süden baute sich eine Wolkenfront auf, während in Richtung West-Nordwest der Himmel wolkenfrei war und ein Seeing erzeugte, dass ganz passabel war, wenn auch zwischendurch der Sonnenrand in heftige Bewegung geriet. Es gab aber auch oft andere Momente, wo eben dies nicht der Fall war.

Im Weißlicht hatte ich zunächst große Mühe, alle Fleckengruppen zu finden. Die AR 12551 war als C5 noch am leichtesten auszumachen. Schwieriger wurde es schon mit der nördlich stehenden AR 12550, von der ich nah am Westrand nur noch eine kleine A1 ab und zu aufblitzten sah. Kaum besser war es bei der AR 12549, von der ich wieder nur sah, dass da was war und das ich deshalb als A1 einstufte. Östlich davon stand eine B4, noch ohne NOAA-Kennzeichnung, die sicher in den nächsten Stunden folgen würde. Es war also mal wieder ein Tag des Kleinkrams, der noch dazu sehr schwer zu finden war.

Leichter war es wieder im H-alpha, wo die Aktivität gegenüber gestern nur geringfügig zurückgegangen war. 12 Protuberanzen am Rand – die auffälligsten im Westen – und 3 Flaregebiete sowie 17 (!) unterschiedlich große Filamente auf der Oberfläche rundeten das Gesamtbild einer durchaus noch aktiven Sonne ab. Im Nordwesten war die Filamentkette nun fast vollständig um den Sonnenrand herumrotiert, eine kleine Staffel gab es im Nordosten, zwei Protuberanzen gingen am Ostrand in Filamente über und beiderseits des Sonnenäquators – auch in höheren Breiten – zeigten sich viele kleine und stummelartige Filamente. Nicht ganz so viel wie gestern, aber immer noch in beeindruckend sehenswerter Anzahl! 

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