Dienstag, 21. Juni 2016

Sonne am 21.6.2016

Nach einem weiteren Ausfalltag aufgrund von »Rentnerwetter« - morgens klarer, nach Feierabend völlig bewölkter Himmel – sah es heute auch am astronomischen Sommeranfang nicht sonderlich rosig aus. Zum x-ten Male fuhr ich unter weitgehend aufgeklartem Himmel von der Arbeit weg, nur um zu sehen, wie die Sonne hinter Wolken verschwand, als ich noch 100m von meiner Wohnung entfernt war. Daher konnte ich wieder nur mehrere kleine Wolkenlücken nutzen. Sich richtig auf das Beobachtungsobjekt zu konzentrieren ging irgendwie auch nicht. Überdies war das Seeing mittelprächtig, teilweise aber auch sehr gut. Leider schwankte es zwischen zwei Extremen ständig hin und her.

Im Weißlicht gab es nicht mehr viel zu sehen. Nur noch zwei Gruppen waren zu finden: die schon nah am Rand stehende AR 12553 und die AR 12556 im Osten, die mir heute wie eine J1 mit rechteckiger Form vorkam. Danach musste ich wieder längere Phasen der dichten Bewölkung abwarten – es sollte nachmittags völlig wolkenfrei sein –, um noch im H-alpha zu beobachten.

Die Beobachtung musste auch hier schnell gehen, weil die zur Verfügung stehende Wolkenlücke nur sehr klein war. Am Rand gab es nur 4 kleine Protuberanzen, die man leicht übersehen konnte. Die Oberfläche zeigte 4 schwach leuchtende Flaregebiete und 9 aufgrund des Seeings nur sehr schwer auszumachende Filamente. Bevor ich mich der Detailbeobachtung widmen konnte, waren aus anderer Höhe Wolken einer anderen Schicht heran und beendeten die Beobachtung. Ja, beobachtet, aber wieder nur unter äußerst widrigen Umständen, zumal das Wetter abermals anders wurde als vorhergesagt.

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