Donnerstag, 2. Juni 2016

Sonne am 2.6.2016

Nach nur einer Überstunde kam ich heute relativ früh nach Hause und fand statt des angekündigten klaren Himmels ohne Bewölkung einen Himmel vor, der nur etwa zur Hälfte mit den Plagegeistern bedeckt war. Das Seeing war ganz brauchbar und so konnte ich fast gleich mit der Beobachtung anfangen.

Im Weißlicht war die Beobachtung mit einem kleinen Teleskops angesichts von kleinen Einzelflecken relativ schwierig. Die AR 12551 stand exakt am Westrand und konnte noch als J1 eingestuft werden. Mit der AR 12550 war es dagegen schon schwieriger. Zum Glück war das Seeing immer mal für kurze Augenblicke sehr gut und so erwischte ich da noch einen A1-Fleck mitten in einem Fackelfeld. Zumindest war ich der Meinung, da was gesehen zu haben. Leichter war dagegen die einsame A1 südwestlich davon zu sehen, die erstaunlicherweise immer noch keine NOAA-Nummer erhalten hatte. Am Ostrand war noch immer keine neue Fleckengruppe erschienen und so könnte es durchaus sein, dass wir bald den zweiten fleckenfreien Tag seit dem Maximum haben erleben. Es könnte aber auch anders kommen, so ganz genau lässt sich das trotz Überwachung durch Satelliten noch immer nicht sagen.

Im H-alpha-Licht war die Aktivität nach dem kleinen Schub von vor zwei Tagen weiter auf dem Rückzug. Nur noch 7 Protuberanzen waren zu finden – zwei am Ost, fünf am Westrand – und auf der Oberfläche 3 Flaregebiete sowie 14 Filamente. Diese bildeten auf der aktiveren Nordhemisphäre mittlerweile zwei Ketten, während die überwiegende Zahl der restlichen Exemplare nur klein und stummelig waren. Das faszinierendste Gebilde war im Nordwesten zu finden, wo ein Filament in eine Protuberanz überging. Weite Teile rund um die Sonnenscheibenmitte waren dagegen erscheinungsfrei. Offenbar beruhigt sich die Aktivität im H-alpha nun auch langsam, nachdem sie im Weißlicht schon fast zu Erliegen gekommen war. Nicht untypisch für einen auslaufenden Fleckenzyklus.

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