Sonntag, 5. Juni 2016

Sonne am 5.6.2016

Eine frühmorgendliche, sonntägliche Sonnenbeobachtung unter blauem Himmel ist nicht zu verachten. Dennoch gab es wieder Einschränkungen. Obwohl keine Wolke zu sehen war, war der Himmelshintergrund im Fernrohr stark aufgehellt, möglicherweise durch Pollen und anderen Teilen, an denen das Licht gestreut wurde. Das Seeing war zwar sehr gut, dennoch verschwamm zwischendurch das Bild immer wieder und wurde richtig milchig.

Das führte dazu, dass ich von dem »Gegnurpsel« dicht an der theoretischen Auflösungsgrenze meines kleinen Teleskops absolut nichts sehen konnte. Daher war die Sonne für mich heute zum dritten Mal in Folge fleckenfrei.

Selbst im H-alpha-Licht schien die Aktivität leicht zurück zu gehen, was an der Hα-Relativzahl aber nicht erkennbar war. Grund hierfür war, dass man nur kleine Protuberanzen und bis auf wenige Ausnahmen auch nur noch kleine Filamente sehen konnte. Konkret fand ich am Sonnenrand 9 Protuberanzen und nur eine im Nordwesten war als Spitzkegel und eine im Südwesten als Büschelprotuberanz zu sehen, der Rest war nur noch als schwache Erhebung auszumachen. Ganze 2 kleine Flaregebiete waren gerade mal so eben zu sehen, dazu kamen dann immerhin 14 Filamente. Bis auf die immer noch vorhandene Filamentkette im Norde und ein paar weitere in der näheren Umgebung davon waren alle anderen relativ unscheinbar. Bei genauerem Hinsehen waren südöstlich der Kette noch zwei schon geschlängelte Filamente zu beobachten. Darüber hinaus waren aber weite Teile der Sonnenoberfläche im H-alpha-Licht erscheinungsfrei.

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