Dienstag, 7. Juni 2016

Sonne am 7.6.2016

Abermals gab es heute »Murmeltierwetter«: Es grüßte mich, indem es rund 500m vor Erreichen meiner Wohnung und ließ 100m davor einen heftigen Platzregen samt Gewitter über mich hernieder gehen, nachdem ich den ganzen Tag bei viel Sonne im heißen Büro verbringen durfte. Erst anderthalb Stunden später ergab sich wieder eine Wolkenlücke, während sich bereits die nächste Gewitterfront südlich von meinem Standort drohend aufbaute. Das Seeing war angesichts der Bedingungen relativ gut: keine Bewegung am Rand oder auf der Oberfläche.

Im Weißlicht zeigte sich immer noch kein neuer Sonnenfleck, so dass ich nun schon zum 5. Mal in diesem Monat eine Relativzahl von Re=0 ermittelte. Dieser Aktivitätseinbruch scheint sich länger hinzuziehen, als erwartet.

Selbst im H-alpha-Licht war der Rückgang der Aktivität nun deutlich spürbar: es fanden sich nur noch ganze 4 Protuberanzen am Sonnenrand und auf der Oberfläche 10 Filamente und kein einziges Flaregebiet. Praktisch die gesamte Osthälfte der Sonne war erscheinungsfrei, abgesehen von einer winzigen Protuberanz. Und nur noch zwei größere Filamente standen im Nordwesten, der Rest war klein und unscheinbar. Dass nicht einmal ein Flaregebiet zu sehen war, lässt für die nächsten Tage in puncto Sonnenflecken nichts Gutes erahnen.  

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