Mittwoch, 8. Juni 2016

Sonne am 8.6.2016

Nachdem es den ganzen Tag über dicht bewölkt war, klarte es erst gegen Abend auf. Die Wolkenlücken waren groß genug und auch an der richtigen Stelle, um schnell mal die Relativzahlen zu bestimmen. Das Seeing war in den kurzen wolkenfreien Abschnitten jedoch grottig. Der Rand wallte kräftig und die Oberflächendetails verschwanden fast ständig, nur um kurz danach in dem allgemeinem Geblubber wieder aufzutauchen.

Dabei gab es heute die erste neue Fleckengruppe seit dem 3. Juni zu beobachten. Die AR 12552 war eine D5 mit zwei Flecken in zwei Penumbren und den Rest drumherum. Mehr konnte ich nicht erkennen.

Das miese Seeing störte auch die H-alpha-Beobachtung ganz empfindlich. Die 4 Protubernzen am Rand waren nur schwer zu erkennen. Sehr viel leichter war es aber mit dem einen Flaregebiet im Umfeld der neuen Fleckengruppe und den insgesamt 10 Filamenten auch nicht. Diese hatten sich weitgehend nach Westen verzogen und nur im Nordosten standen zwei neue, große Exemplare, die aber bei den Sichtbedingungen nicht leicht zu erkennen waren. Der Rest der Sonnenoberfläche im H-alpha-Licht war erscheinungsfrei. Schlechtes Seeing, das dauernde Durchziehen von Wolken und das schnelle Zusammenschrumpfen von Wolkenlücken machten die Beobachtung nicht gerade zu einer vergnüglichen Angelegenheit und so gab ich entnervt auf, als ich mit dem Zählen durch war.

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