Mittwoch, 13. Juli 2016

Sonne am 13.7.2016

Nach einem krankheitsbedingten Ausfalltag beim Bloggen ging es heute mit der Beobachtung weiter. Dabei war die Beobachtung wieder nur in Etappen möglich. Zwischen Starkregen, dicken Wolken und fernem Donnergrollen taten sich große Wolkenlücken auf, in denen das Seeing erstaunlich gut war.

Im Weißlicht erkannte ich als erstes die AR 12565, ein einzelner Fleck mit einer Umbra, die in Richtung Osten zeigte, den ich als H1 klassifizierte. Hinweise in verschiedenen Medien, die diese Gruppe als besonders groß darstellten, konnte ich nicht nachvollziehen und ob sie auch mit bloßem Auge zu sehen sein wird, bleibt abzuwarten. Mir ist das bisher nicht gelungen. Weitaus schwieriger war trotz des guten Seeing das Erkennen der anderen Gruppen. Die AR 12564 war, nach einer Nachbeobachtung vor ein paar Minuten, eine sehr lang gestreckte C14. Hier schien sich was zu entwickeln, da die Zahl der Flecken seit dem Mittag angestiegen war. Die AR 12563 war erst nach einigen Versuchen zu finden. Ich stufte sie als A1 ein. Leichter war es dagegen mit der AR 12562, die ich als C11 klassifizierte. Interessanterweise waren hier die Flecken in einer Art Halbkreis zum Hauptfleck angeordnet. Ob hier allerdings nicht eher eine Einteilung in die Waldmeierklasse B sinnvoller gewesen wäre, ist Geschmackssache. Ich meinte, zumindest rudimentäre Penumbren erkannt zu haben. Erst bei der Nachkontrolle fand ich noch eine A1 – auch auf Hinweis eines Mitbeobachters. Ich konnte sie nördlich der AR 12565 eindeutig erkennen und auch später noch wiederfinden. Also war die Sichtung real.

Im H-alpha-Licht war die Aktivität ebenfalls eher moderat. Am Rand standen 8 Protuberanzen, allesamt sehr klein und die meisten unscheinbar. Auf der Oberfläche befanden sich 4 helle Flaregebiete, deren Position mit den vier Aktivitätsgebieten im Weißlicht identisch waren. Hier fanden sich auch die meisten der insgesamt 9 Filamente. Weitere erblickte ich am Ost- und Westrand bzw. in der Nähe davon. Alle Erscheinungen gruppierten sich übrigens entlang des Sonnenäquators, die Polbereiche waren frei davon. 

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