Sonntag, 17. Juli 2016

Sonne am 17.7.2016

Das war wieder ein putziges Wetterchen, als ich heut in der Früh aufwachte: Der Norden war weitgehend wolkenfrei und an der Position, wo die Sonne stand, hingen dicke Wolken. Dabei war ein wolkenfreier Himmel angekündigt worden, den es natürlich abermals nicht gab. Kurz nach 8 Uhr MESZ zeigte die dicke Wolkendecke erste Lücken und ich beeilte mich, auf den Dachboden zu kommen. Das Seeing war sehr gut, aber die weiterhin durchziehenden Wolkenfetzen erschgwerten die Beobachtung sehr. Zuviel Zeit vergeudete ich auch durch die Beobachtung mit dem bloßen Auge durch meine Sofibrille. Zwei A-Flecken erkannte ich ohne Probleme, was bei mir sehr selten vorkommt. Als ich danach das Fernrohr auf die Sonne richtete, war diese erstmal wieder weg und es kamen nur noch kleine Lücken, durch die ich hindurchspähen musste, um überhaupt etwas zu erkennen.

Im Weißlicht hatte sich seit meiner letzten Beobachtung viel verändert. Binnen weniger Stunden hatte sich bereits am 15. Juli hinter der AR 12585 eine komplett neue Fleckengruppe gebildet: die AR 12567, die ich als D18 klassifizierte. Sie wies in der Penumbra des f-Teils eine Lichtbrücke des Hilbrechtschen Typs m auf. Dazu kam noch die AR 12568 als A1, die ich aber erst bei meinem letzten Kontrollblick nach der H-alpha-Beobachtung erkannte. Leider hatte ich die Entwicklung gestern aufgrund eines Ausfalltages infolge eines großen Wolkengebietes verpasst.

Im H-alpha-Licht zeigten sich zunächst auffällig viele Flaregebiete und jenes zwischen der AR 12565 und der 12567 war gerade aktiv! Da die Wolkenlücken nun immer kleiner wurden, musste ich mich mit der Zälhlung ere Erscheinungen beeilen. Am Rand kam ich auf 10 kleine Protübchen, auf der Oberfläche auf 6 Flaregebiete und 6 Filamente. Gleich danach zog es dann endgültig zu. Und wie es immer so ist: JETZT, wo ich nicht an die Sonne rankomme, weil sie durch Bäume verdeckt ist, ist der Himmel schön blau und in weiten Teilen frei von Wolken ...

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