Montag, 18. Juli 2016

Sonne am 18.7.2016

Dass nenne ich mal ein arbeitnehmerfreundliches Wetter: Sonnenschein zum Feierabend, nachdem am ganzen Tag dere Himmel bedeckt war. Die Wolkenlücken waren anfangs noch recht klein und durchziehende Wolken und Cirren nervten reichlich, dennoch war eine einigermaßen normale Beobachtung möglich. Nur das Seeing war deutlich schlechter als in den vergangenen Tagen, aber noch brauchbar.

Im Weißlicht hatte sich seit anderthalb Tagen abermals einiges verändert: die AR 12656 hatte nun 8 Einzelflecke und einige waren auch westlich der Penumbra zu finden. Die Umbra darin war dreigeteilt, einer Wolfstatze nicht unähnlich. Erinnerte mich an das Label einer Outdoor-Bekleidungsmarke. Die gleich dahinter stehende AR 12567 war weiter sehr kompakt und wies insgesamt 16 Einzelflecken auf. Von einer Lichtbrücke in der Penumbra war aber nichts mehr zu sehen. Verständlich, dass beide Gruppen auch heute wieder mit Sofibrille mit bloßem Auge zu sehen waren (A=2). Nichts mehr gefunden hatte ich indes von der AR 12568. Dafür war nordöstlich der beiden großen Gruppen eine neue D10 entstanden und über der Penumbra der 12565 stand eine A1.

Dem H-alpha-Licht gaben heute vor allem fünf Flaregebiete – zwei dicke rund um die beiden großen Aktivitätsgebiete – das Gepräge. Neben diesen waren 7 unscheinbare Filamente und 7 kleine Protuberanzen zu sehen. Von denen gab es nur zwei, die man auf Anhieb erkennen konnte, der Rest lugte als kleine Spitzen über dem Rand hervor. Nichts herausragendes, eher ein Standard, an den wir uns angesichts zurück gehender Sonnenaktivität gewöhnen müssen, ob wir wollen, oder nicht. 

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