Sonntag, 24. Juli 2016

Sonne am 23.7.2016

Gleich nach dem Aufwachen die Sonne zu beobachten, das hatte ich in diesem Jahr nur selten, zumal mir die Urlaubzeit fehlt. Dafür konnte ich beobachten, wie letzte Reste der Wolken abzogen und den Himmel freigaben. Bei meinen letzten Beobachtungen wr das immer genau umgekehrt. Entsprechend durchschnittlich war denn auch das Seeing.

Im Weißlicht war nur noch ein kümmerlicher Rest der AR 12567 als D2 in einem kleinen Fackelfeld zu sehen, ansonsten war die Sonne hier fleckenfrei.

Ähnlich mager sag es im H-alpha-Licht aus. Am Sonnenrand waren nur noch 6 kleine Protuberanzen zu sehen, die sich kaum erhoben, d.h. wo die Magnetfelder nicht mehr so ausgeprägt waren. Auf der Oberfläche erkannte ich 3 kleine Flaregebiete, aber 10 Filamente, die auch heute ziemlich regellos verteilt waren. Am spannendsten war dabei im Nordosten ein Gebilde, dass wie ein kleiner Bohrturm aussah. Die AR 12567 war ebenfalls noch von einem hellen Flaregebiet umsäumt. 

Nachdem sie in den letzten zwei Wochen doch relativ inaktiv gewesen war, begann sie, als sie dicht vor dem Rand stand, plötzlich mehrere M-Flare zu produzieren. Am 23.7. produzierte sie um 2:11 UT einen M5.0 und um 5:16 UT sogar einen M7.6 und wenig später einen M5.5 samt 10cm-Radiosturm (Typ II und IV) sowie einen kräftigen CME. Dem war am 21. um 0.46 UT ein erster M1.2-Flare vorausgegangen. Vorher hatte es hier nur kleine C-Flares gegeben. Für einen Anstieg der geomagnetischen Aktivität brachte das natürlich nichts, denn der Ausbruch ging an der Erde vorbei, weswegen es natürlich auch keine Polarlichter gab. 

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