Montag, 4. Juli 2016

Sonne am 4.7.2016

Kaum einen Tag nach der Rückkehr von der Sonnetagung in Lirchheim hatte mich der Alltag mit all seinen kleinen Murphereien wieder erfasst. Zwar hatte ich noch einen der selten gewordenen Urlaubstage nehmen können, doch das machte es nicht besser.

Es war wie üblich: die Sonne kam erst aus den Wolken heraus, als ich nicht mehr vom Dachboden aus beobachten konnte und sie verschwand wieder dahinter, kurz nachdem sie auf der anderen Seite des Hauses auftauchte und so blieben mir wieder nur wenige Minuten, um alle Daten, sozusagen im Schnellverfahren, zu ermitteln.

Im Weißlicht war die Sonne weiterhin fleckenfrei und an der Position des »Geknurpsels« war mal was zu sehen und mal nicht. Da ich das auch heute nicht sicher mit dem Auge »halten« konnte, wertete ich es auch nicht.

Schon drohten aus Nordwesten dicke, dunkle Wolken und ich wechselte schnell mit dem PST ins H-alpha-Licht. Auch hier war der Rückgang der Aktivität geradezu dramatisch. Am südöstlichen Rand fand ich nur noch zwei Winz-Protuberanzen, die man auch leicht beim ersten Mal übersehen konnte. Auf der Oberfläche waren praktisch alle Erscheinungen auf die Westhälfte der Sonne gerückt, der Osten war praktisch erscheinungsfrei. Neben 2 kleinen Flaregebieten, die kaum der Rede wert waren, zählte ich 10 immer noch sehr umfangreiche, langgezogene und bogenförmige Filamente. Bevor ich noch eine Kontrollbeobachtung machen konnte, waren die Wolken heran und beendeten sie vorzeitig.

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