Freitag, 8. Juli 2016

Sonne am 8.7.2016

Im Grunde war heute überhaupt nicht mit einer Beobachtung zu rechnen. Vormittags war es leicht sonnig, aber da war ich auf der Arbeit. Pünktlich zu Feierabend begann es zu schütten und der Regen begleitete mich während meines Besuchs bei meinem Eismann, dem Einkauf und den Weg nach Hause. Plötzlich wurde es heller. Ein Blick auf die App von kachelmannwetter zeigte eine winzig kleine Wolkenlücke zwischen zwei Wolkengebieten an. Und tatsächlich klarte es immer mehr auf, ohne, dass es wirklich blauen Himmel geben würde. Dieser blieb syphig und man musste sich da irgendwie durcharbeiten. Dafür war das Seeing wieder ausgesprochen gut.

Der Syph verhinderte zunächst ein vernünftiges Erkennen der Fleckengruppen, als ich jedoch die erste Gruppe erkannte, fand ich auch die anderen beiden. Als erstes erkannte ich mit kurzem Blick die AR 12561 am Westrand, doch durchziehende Wolken und der wieder dichter werdende Syph ließen sie wieder verschwinden. Als die Sicht wieder etwas besser wure, sah ich zunächst die AR 12562 am Ostrand in einem Fackelfeld stehen, die ich als J2 klassifizierte. Dann machte ich mich auf die Suche nach der 12562, von der ich wusste, dass sie irgendwo am Ostrand stand und zwar ungefähr in gleicher Breite mit der 12561, nur einen Tick höher. Schließlich fand ich sie, ebenfalls in einem Fackelfeld. Und als ich den Ostrand weiter absuchte, stieß ich auf eine A1, ebenfalls in einem Fackelfeld im Norden, während die beiden anderen Gruppen im Süden zu finden waren. Diese hatte allerdings noch keine NOAA-Nr. bekommen, war aber einwandfrei zu erkennen, wenn man wusste, wo sie stand.

An die Beobachtung im H-alpha-Licht glaubte ich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr, zumal eine ziemlich gerade Wolkenschicht quer durchzog. Danach kam die Sonne erstaunlicherweise noch mal raus und die Sicht wurde besser als zuvor. Schnell noch das PST auf die Fensterbank, 5 Protuberanzen am Rand, 6 Filamente und 4 kleine Flaregebiete gezählt und dann schmierte der Himmel wieder zu. Endlich mal war ich zur rechten zeit am rechten Ort, um noch eine Beobachtung mitzunehmen. Leider blieb für Detailbeobachtungen mit dem PST nicht allzuviel Zeit, ich erkannte aber noch, dass die Oberfläche weitgehend leer aussah!

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