Sonntag, 14. August 2016

Sonne am 14.8.2016

Nach drei (!!!) weiteren Ausfalltagen aufgrund schlechten Wetters oder einer nicht enden wollenden Pechsträhne (gestern) war der Himmel heute »nur« leicht syphig, was aber auch wieder genügend Probleme bereitete. Der Himmelshintergrund war wegen des Syphs sowohl im Weißlicht als auch im H-alpha-Licht sehr stark aufgehellt und eigentlich hätte ich die Beobachtung auf einen späteren Zeitpunkt verschieben sollen. Es gibt aber den ehernen Grundsatz: Wer die erste Gelegenheit zu einer Sonnenbeobachtung nicht nutzt, bekommt an dem Tag keine zweite! Also stellte ich meine Ausrüstung auf dem Dachboden aus und lugte durch das kleine Fenster.

Im Weißlicht konzentrierten sich alle Gruppen in einem mehr oder weniger großen Gebiet rund um den Sonnenmeridian. Die Gruppeneinteilung war sehr schwierig, wenn man sich aber daran erinnert, dass Fleckengruppen nicht von Nord nach Süd orientiert sein können – das hängt mit der Lage der Magnetfeldlinien zusammen, die eine mehr oder weniger starke Ost-West-Ausrichtung haben – war es dann doch einfach. Ganz im Süden stand die AR 12576 als J2. Die AR 12577 war eine D6 und die AR 12574 keine D-, sondern eine J4 und eine J1, auch wenn sie dicht untereinander standen. Hier kann nicht das eine Magnetfeld in Ost-West-Richtung und das daneben in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet sein!

Die Beobachtung im H-alpha-Licht litt sehr unter den suboptimalen Sichtbedingungen. Der Himmelshintergrund leuchtete hellorange und die ganze Sonne war »verschmiert«. Nur mit größter Mühe und weil der Syph partiell weniger wurde, konnte ich hier 5 kleine Protuberanzen, 8 Filamente und 4 Flaregebiete erkennen und das am Westrand ein Filament in eine kleine Protuberanz überging. Mehr war leider nicht möglich und ob sich später am Tag noch mal eine Möglichkeit zur Beobachtung ergeben würde, war nach den Erfahrungen der letzten Tage mehr als fraglich. 

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