Mittwoch, 17. August 2016

Sonne am 17.8.2016

Erstaunlicherweise hatte sich das Wetter positiver entwickelt als vorhergesagt. Danach sollte es ab 13 Uhr zuziehen und erst nach 20 Uhr wieder klar werden. Nur meine private Nervwolke war wieder da: kaum hatte ich das Teleskop aufgestellt und ausgerichtet, zog sie vor die Sonne und blieb dann dort für längere Zeit. Aber irgendwann war auch sie weitergezogen und ich konnte endlich mit der Beobachtung beginnen. Das Seeing war zwischen gut und mittelmäßig, aber noch brauchbar.

Im Weißlicht hatte sich nun doch einiges verändert, denn das westlich des Sonnenmeridians stehende Flecken-Konglomerat hatte sich weitgehend aufgelöst. Die AR 12575 war nach einem Tag schon wieder verschwunden und die 12577 nur noch eine A1. Die AR 12574 war wie die darunter stehende nummernlose Gruppe jeweils eine J1 und die AR 12576 eine J2. Im Osten hatte sich die AR 12578 zu einer B2 weiterentwickelt, sodass heute insgesamt nur noch 5 Gruppen zu sehen waren.

Im H-alpha-Licht war denn auch ein deutlicher Aktivitätsrückgang zu beobachten: die große Protuberanzen-Rampe am Westrand hatte sich aufgelöst und einen schönen Bogen sowie eine kleine flächige Erhebung hinterlassen. Im Südwesten stand ein kleiner Büschel. Am Ostrand war von der großen aufsteigenden Protuberanz nur noch ein dünner Faden zu sehen und ein paar sehr kleine Spitzen zu erkennen. Am Ende kam ich hier auf 8 dieser Erscheinungen. Auf der Oberfläche konnte ich neben 5 Flaregebieten 7 kleine Filamente sehen und abermals waren die nördlichen und südlichen Zonen hier nahezu erscheinungsfrei. Die Sonne wirkte leer und beinahe aufgeräumt.  

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