Sonntag, 28. August 2016

Sonne am 28.8.2016

Nach einem Gewitter zu früher Morgenstunde und reichlich Gewölk am Himmel hatte ich nicht mehr mit einer Beobachtung auf dem Dachboden gerechnet. Doch es kam – glücklicherweise – anders. Aus Westen schob sich ein wolkenfreier Keil heran, der immer größer wurde und an der Grenze zur Position der Sonne stehen blieb. Daher war für mich im Okular die Wolkengrenze exakt vor der Sonne zu sehen. Erst später lockerte sich auch hier die Bewölkung leicht auf, doch das Seeing blieb, was es war: grottig. Der Rand war in heftigster Bewegung und auf der Pberfläche war zunächst kaum etwas zu erkennen, was jedoch im Laufe der Zeit leicht besser wurde, sodass ich auch die kleinen Flecken sehen konnte. Gut wurde es aber während der ganzen Beobachtung nicht.

Im Weißlicht gab es auch nicht so sehr viel mehr zu sehen als gestern. Die AR 12580 war immer noch eine J1, die AR 12581 zu einer C12 zerfallen. Anstelle der AR 12579 war nicht mehr zu sehen, dafür war südlich davon die AR 125882 als D6 getreten.

Im H-alpha-Licht war die Aktivität unterdessen geradezu explodiert. Am Ostrand standen gleich 3 großflächige Protuberanzen, am Westrand 5 und auf der Oberfläche kam ich mit dem Zählen kaum nach: neben 5 zum Teil sehr hellen Flaregebieten kam ich auf 17 (!!!) Filamente. Besonders auf der Nordhälfte hatte sich eine lange Filamentkette gebildet sowie zwei längere Strukturen. Vor allem in und rund um die Flaregebiete standen viele kleine Bögen und andere, deren Struktur sich schwer in Worte fassen ließen.

Ob sich aus den vielen Filamenten am Ende dann auch im Weißlicht zu sehende Fleckengruppen bilden, bleibt abzuwarten und ist nach den Erfahrungen der letzten Monate eher fraglich, zumal in keinem der drei Aktivitätsgebiete ein Filament zu sehen ist, sondern nur Flaregebiete stehen.

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