Dienstag, 9. August 2016

Sonne am 9.8.2016

Es gab heute viele Wolken, etwas Regen und zunächst wenig Hoffnung auf eine Beobachtung. Das änderte sich glücklicherweise zum Feierabend, weil aufkommende Windböen die Wolken über den Himmel trieben und es dadurch zu größeren Wolkenlücken kam. Das Seeing war allerdings nur mittelmäßig, was bei leichten Sturmlagen und einer kräftigen Durchmischung der Luftschichten auch nicht ander zu erwarten ist.

Im Weißlicht hatte sich seit gestern gar nicht mal so viel verändert. Die AR 12572 war vollends um den Westrand rotiert und nicht mehr zu sehen. Die AR 12571 hatte sich zur C8 zurück entwickelt und die vier neuen Gruppen hatten sich aufgrund der Sonnenrotation ein Stück weit vom Ostrand entfernt, aber nicht verändert. Die AR 12575 war eine C2, die 12574 eine H3, die 12573 eine D3 und die 12576 eine H2. Beide Flecken befanden sich hier in der Umbra.

Eine kleine Überraschung bot das H-alpha-Licht. Die große Protuberanz im Osten war teilweise über den Rand rotiert und als durchscheinendes Filament zu sehen!. Da bei der H-alpha-Relativzahl ein Phänomen immer nur 1x gezählt werden kann, rechnete ich es zu den Filamenten, von denen 9 auf der Oberfläche zu sehen waren, neben drei Flaregebieten – das hellste stand in der Region 12573, die auch im Weißlicht am größten war. Sie waren nicht sonderlich ausgeprägt, dafür aber das lange Filament in Nord-Süd-Richtung. Den Rand zierten hingegen nur noch 4 kleine Protuberanzen. Von zwei Ausnahmen bei den Filamenten abgesehen, gruppierten sich alle Erscheinungen auf der Oberfläche entlang des Sonnenäquators. Dennoch waren weite Teile der Sonne wieder erscheinungsfrei!

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