Sonntag, 11. September 2016

Sonne am 11.9.2016

Der heutige Tag sei wieder einmal den Murphereien gewidmet, die meinen Beobachtungstag so ausmachen. Erst klarte der Himmel erst auf, als die Sonne komplett hinter Bäumen stand und dann syphte es zu, gerade, als sie über dem Haus rauskam und ich mit der Beobachtung beginnen konnte. Ich frage mich, warum ich mich fast immer mit Problemen abquälen muss, während andere einfach ihr Teleskop vor die Tür stellen und anfangen können.

Der während der Beobachtung noch zunehmende Syph aus Cirren und Schleim – der Himmel war in der Zwischenzeit durchaus blau gewesen – verhinderte perfekt die Sichtung kleiner Details auf der Sonnenoberfläche. So konnte ich die Zahl der Flecken in den drei einzigen für mich sichtbaren und wohl auch nur vorhandenen Gruppen nur grob abschätzen. Die AR 12585 am Westrand war nur noch eine D5, Die AR 12589 eine C7 (jedenfalls war im f-Teil keine Penumbra zu erkennen) und die AR 12591 eine D8.

Im PST war die Sicht auf ds H-alpha-Licht von der übelsten Sorte: der Hintergrund leuchtete hell orange und ein Sonnenrand war zunächst nicht aufzufinden oder ertrank regelrecht im Syph. Dabei war genau im Westen eine große Protuberanz zu sehen, die ich aber nur zeitweise erkennen konnte, so sehr ich auch an den Filtereinstellungen herumdrehte. So zählte ich gerade mal 4 Protuberanzen am Rand – die kleinen Erhebungen verschwanden im Hintergrund -, 4 Flaregebiete sowie schätzungsweise 8 Filamente auf der Oberfläche.

Alles in allem war es eine reine Pflichtübung unter den miesesten Voraussetzungen, die man sich denken konnte. So jedenfalls macht es keinen Spaß, die Sonne zu beobachten.

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