Samstag, 17. September 2016

Sonne am 17.9.2016

Nachdem die gestrige Halbschatten-Mondfinsternis komplett hinter Wolken stattfand, weil das Wetter passend genau an dem Tag kippte, begann der Tag mit dunklem Himmel und Landregen. Für die Mittagszeit war zwar eine Aufklarung angekündigt, doh so recht mochte ich nicht daran glauben. Zu oft war ich in den letzten Wochen von solchen Prognosen enttäuscht gewesen, weil sie nicht eintrafen. Diese jedoch stimmte und so konnte ich, gleich nachdem sich die Sonne auf der westlichen Seite meines Wohnblocks zeigte, mit der Beobachtung beginnen, bei abermals miesem Seeing. Der Rand war heftig in Bewegung und auf der Oberfläche verschwanden die Detail ab und zu im allgemeinen Geblubber.

Im Weißlicht war die Aktivität weiter sehr niedrig. Mit der AR 12592 gab es weiter nur noch eine einzige Fleckengruppe, die ich als C4 klassifizierte, weil ich eine zumindest rudimentär entwickelte Penumbra zu erkennen glaubte, was bei dem Seeing reine Glückssache war.

Im H-alpha-Licht sah es nicht viel besser aus, doch dass ich hier nicht so zahlreiche Einzelheiten sah, lag eher an der niedrigen Aktivität, wenn auch der gezackte Sonnenrand Probleme beim Erkennen der insgesamt 7 Protuberanzen machte. Nur zwei von ihnen waren, genau am Westrand stehend, etwas auffälliger, aber keineswegs herausragend. Daneben erkannte ich noch 5 kleine Filamente – eine war im Nordosten etwas länger als die anderen – sowie 4 schwache Flaregebiete. Das hellste befand sich übrigens im Bereich der AR 12592. Die Sonnenoberfläche war denn auch wieder weitgehend erscheinungsfrei und wirkte an manchen Stellen geradezu leer.

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