Donnerstag, 22. September 2016

Sonne am 22.9.2016

Es sah wieder mal nach einem der üblichen Murphs aus: Arbeiten bei schönstem Sonnenschein und pünktlich zum Feierabend zogen dicke Wolken und jede Menge Cirren rein, die jede Hoffnung auf eine Beobachtung fahren ließen. Erst am Abend – natürlich kurz bevor die Sonne die Baumgrenze am Horizont erreichte – klarte es mit einem Mal auf. Der Himmel blieb jedoch verschmiert, doch das Seeing war noch einigermaßen erträglich, wenn auch das Sonnenbild aufgrund des Syphs ziemlich dunkel aufiel.

Im Weißlicht fand ich zunächst die AR 12593 als D4. Sie hatte binnen eines Tages sämtliche Flecken zwischen den Polen verloren. Davor hatte sich eine neue Gruppe – noch ohne NOAA-Nr. - gebildet, die ich als C3 klassifizierte. Mehr zufällig, sozusagen beim letzten Rundblick, fand ich noch eine B2 im Süden.

Die knapp über den Bäumen stehende Sonne rutschte schnell in eine dichtere Syphschicht rein, was die H-alpha-Beobachtung stark beeinträchtigte. In großer Hektik erfasste ich 5 Protuberanzen, 3 Flaregebiete und 8 Filamente. Gleich danach kamen die ersten Äste und die Sonne stand wieder hinter dicken Cirren … wahrlich keine optimalen Bedingungen.

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