Sonntag, 25. September 2016

Sonne am 25.9.2016

Die heutige Frühbeobachtung war spiegelbildlich zur gestrigen, nur mit deutlich schlechterem Seeing. Wieder gab es eine dünne Cirruswolke genau in Sonnenrichtung und wieder wurde die Sicht erst besser, als die Sonne hinter Bäumen stand. Der gesamte »Resthimmel« war natürlich wolkenfrei. Das schmale Fenster behinderte auch insofern die Beobachtung, weil Teile des Fernrohrs bereits im Schatten lagen, sodass ich heute letztmalig in diesem Jahr vom Dachboden aus beobachten konnte. Von nun an heißt es, mindestens bis mittags warten zu müssen, oder nur noch um die Mittagszeit beobachten zu können, was in der Arbeitswoche dann unmöglich wird.

Im Weißlicht war von dem Konglomerat an kleinen Flecken am Westrand nicht mehr viel zu sehen. Bis auf eine kleine A1-Gruppe in einem Fackelfeld war der ganze Komplex um den Westrand herum wegrotiert. Westlich des Zentralmeridians stand aber noch die AR 12597 als D8, bei der ich keine Flecken mehr zwischen den Penumbren erkennen konnte. Offenbar gab es hier bereits erste Auflösungserscheinungen. Am Ostrand war nach wie vor keine neue Gruppe erschienen, die Osthälfte der Sonne war somit fleckenfrei.

Die Syphwolke machte sich im H-alpha-Licht durch einen hellorange gefärbten Himmelshintergrund bemerkbar, der auch die Sichtbarkeit der Erscheinungen am Rand oder auf der Sonnenoberfläche erschwerte. Nur mit Mühe konnte ich 8 Protuberanzen sehen, die größte und auffälligste befand sich am nordöstlichen Sonnenrand und bestand aus einem klassischen Bogen Die 3 Flaregebiete waren schon schwieriger zu sehen und die 8 Filamente stachen auch kaum aus dem Hintergrund hervor, egal, wie sehr ich auch an der Filtereinstellung herumdrehte.

Allmählich beginnt nun die Periode, wo ich an meinem Standort nur noch unter schlechten äußeren Bedingungen und miesem Seeing beobachten kann, die heutige Beobachtung war ein erster Vorgeschmack davon.

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