Sonntag, 2. Oktober 2016

Sonne am 2.10.2016

Am Anreisetag zur Sternwarte Kirchheim ergab sich für mich keine Möglichkeit zur Beobachtung, weil der Himmel stark bewölkt war und einige heftige Regengüsse herniedergingen, bei denen man keine Gedanken an eine Astronacht verschwenden musste.

Heute morgen dagegen war der Himmel bei starkem Wind locker bewölkt und so stellte ich das Teleskop einfach vor die Tür und konnte gleich mit der Beobachtung beginnen, ohne zuvor nervige Bäume oder Häuser zu haben, die mir die Sicht versperrten.

Im Weißlicht war immer noch kein neuer Fleck zu sehen, obwohl man, z.B. bei solarham.net  auf zwei Fleckengruppen hingewiesen wurde, die mit meinem kleinen 80/400er Refraktor aber nicht zu sehen waren.

Erwartungsgemäß war im H-alpha-Licht wieder deutlich mehr Aktivität vorhanden. Allein 9 Protuberanzen umsäumten den Sonnenrand, die meisten sehr klein, doch eine im Südwesten glich einem speienden Vulkan und war ganz nett anzusehen. Auf der Oberfläche zählte ich 3 schwache Flaregebiete sowie 11 Filamente. Insbesondere im Nordosten gabe es zwei, die vom Rand aus zur Oberfläche vordrangen, ein dickeres stand in der Südpolregion, die weiteren waren nur kleine Matschflecken, weil hier kein ordentliches Magnetfeld mehr zustande kam. Immerhin eine erste Beobachtung im für mich immer schwächlichen 4. Quartal, in dem ist traditionell die meisten Ausfalltage bei meinen Sonnenbeobachtungen verzeichne.   

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