Samstag, 29. Oktober 2016

Sonne am 29.11.2016

Nach fünf weiteren Ausfalltagen aufgrund des niedrigen Sonnenstandes und meiner Arbeitszeit, die vor Sonnenaufgang begann und nach Sonnenuntergang endete, hatte ich mich entsprechend der Wettervorhersage auf eine Sonnenbeobachtung gefreut. Es wurde mal wieder der reine Krampf. Zum Abgewöhnen und keine Empfehlung, sich mit der praktischen Astronomie zu beschäftigen.

Den sonnenaufgang bekam ich nicht mit, weil alles bewölkt war, doch dann sah ich einen ersten hellen Schimmer hinter den Nachbarhäusern und kurzu bevor die Sonne dahinter aufsteigen sollte, kamen Wolken. Wie immer. Später dann riß die dichte Bewölkung auf und ein riesiges Wolkenloch wanderte relativlangsam in Richtung der Position der Sonne. Kurz bevor sie diese erreichte, kamen aus anderer Richtung dicke Wolken herbei und binnen Sekunden war der ganze Himmel dicht. Also musste ich bis ca. 12:30 Uhr MESZ warten. Da sollte eigentlich nach der Vorhersage der Himmel wolkenfrei sein. War er aber nicht und so wurde die Beobachtung abermals zu einer nervigen Wolkenlückenaktion.

Im Weißlicht konnte ich erstmal wegen schnell durchhuschender Wolkenfetzen gar nichts sehen. Nur langsam erkannte ich die AR 12604 als B11 westlich des Sonnenmeridians. Exakt am Westrand sah ich noch in einem Fackelfeld eine kleine A1, ich fand sie auch nach mehrmaligem Suchen wieder. Zumindest bildete ich mir das ein.

Für die H-alpha-Beobachtung mit dem PST wurde es danach Zeit, denn aus Westen schoben sich weitere Wolken heran – sie sollte eigentlich gar nicht da sein – und erschwerten die Beobachtungen, weil ich mich kaum auf Details konzentrieren konnte und das Bild aufgrund hoher Wolken ziemlich dunkel war. Da halfen auch veränderte Filtereinstellungen nichts. Nur für wenige Augenblicke wurde die Sicht mal einen Tick besser. Unter diesen eigentlich miserablen Bedingungen erkannte ich 4 kleine Protuberanzen am Westrand, zwei Flaregebiete (an den Postionen der beiden Fleckengruppen) und 5 Filamente auf der Oberfläche, die ansonsten weitgehend frei von Aktivitätserscheinungen war. Im Osten waren denn genau 2 Filmente deutlich umfangreicher und die Highlights in diesem Wellenlängenbereich, wo die Minimumssonne ebenfalls unverkennbar war.

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