Mittwoch, 5. Oktober 2016

Sonne am 5.10.2016

Auch im Urlaub auf der Sternwarte Kirchheim lässt mich Murphy nicht in Ruhe beobachten. Nachdem die gestrige Nacht nur teilweise klar war und ich daher nur visuell unterwegs war, sollte es heute Vormittag noch sonnig sein, was aber nicht passierte. Erst am Nachmittag taten sich kleine Wolkenlücken auf, durch die ich mühsam hindurchschauen musste, weil die Schlechtwetterfront aus Richtung Nord/Nordost immer schneller herein drückte. Daher konnte cih wieder nur für ganz kurze Augenblicke die Sonne beobachten. Dass dann aber bei gutem Seeing.

Im Weißlicht gab es nur wenige Veränderungen. Die AR 12599 mit ihrer vergleichsweise großen Penumbra im p-Teil des Flecks hatte im dahinter liegenden Fackelfeld Zuwachs bekommen und war heute eine C8. Komplizierter war es mit der AR 12598, die eigentlich aus zwei Grruppen Bestand, was man im Vergleich mit dem H-alpha-Licht sehr schön erkennen konnte. Der nördliche Teil war eine D4, der südliche eine C3.

Beeilen musste ich mich mit der H-alpha-Beobachtung, um die letzte Lücke noch zu erwischen, bevor sich der Himmel endgültig zuzog. Im Südosten stand eine schöne, ruhende, Bogenprotuberanz, die übrigen 6 Stück waren klein und mickrig. Leichter zu sehen waren auf der Oberfläche die drei aktuellen Flaregebiete – das rund um die AR 12598 war sogar zweigeteilt – sowie 15 Filamente. Diese waren anscheinend vollkommen willkürlich über die Sonnenoberfläche verteilt und bildeten nur auf der Nordhälfte eine kleine Kette, der Rest war sehr lokal begrenzt.

Kaum zu Ende beobachtet, waren die dicken Wolken heran und begruben alle Hoffnung, am heutigen Tag noch mal die Sonne zu sehen.  

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen