Sonntag, 11. Dezember 2016

Sonne am 11.12.2016

Winterliche Sonnenbeobachtungen kranken oft nicht nur am niedrigen Sonnenstand und dem altbekannten Katastrophenseeing in dieser Jahreszeit, auch das Wolkengedöns erschwert den Blick zum Tagesgestirn. So zogen sich meine Beobachtungen heute über mehrere Stunden hin, weil ich nur kurze Wolkenlücken ausnutzen konnte und gegen eine Mehrschichtbewölkung ankämpfen musste. Hatte ich mal ein etwas klareres Bild, zog es meist wieder zu oder Baumwipfel störten, oder Häuser, oder …

Im Weißlicht konnte ich selbst bei einer kurzen, nur wneige Sekunden währenden Wolkenlücke keinen Sonnenfleck erkennen, sie war für mich heute fleckenfrei und auch nur ein Fackelgebiet war am Westrand zu sehen, der kräftig vor sich hin zappelte, aber auch für kurze Augenblicke weniger Störungen aufwies.

Danach musste ich geschlagene drei (!!!) Stunden auf die nächste passende Wolkenlücke warten. Im H-alpha-Licht wr die Sonne dann ebenso inaktiv wie im Weißlicht. Gerade mal 5 Protuberanzen waren am Sonnenrand zu erkennen, zwei am Ost- und drei am Westrand. Am auffälligsten war dabei ein heller Bogen im Südosten und eine Gruppe von drei zusammen hangenden Minibögen im Westen. Auf der Oberfläche fand ich nur ein einziges Flaregebiet und vier schwache Filamente, die bei einem Seeing von jeweils 4 für Ruhe und Schärfe nach der Kiepenheuer-Skala kaum Kontrast zeigten. So stellte sich wieder einmal nach dem Sinn von Sonnenbeobachtungen bei solchen äußeren Bedingungen. Andererseits, wenn niemand hinguckt, bekommt auch niemand die Entwicklung der Sonnenaktivität »live« mit!

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