Freitag, 2. Dezember 2016

Sonne am 2.12.2016

Erstmals seit Oktober konnte ich mir heute an einem Freitag mal früher freinehmen und bei strahlend blauem Himmel hoffte ich, rechtzeitig zu Hause zu sein, um noch die Sonne zu beobachten. Das klappte auch, leider war das Seeing grottenschlecht – wie üblich in dieser Jahreszeit – und so hatte ich anfangs erhebliche Probleme, überhaupt etwas zu erkennen. Zwischendurch gab es jedoch immer wieder Phasen, in denen das Bild stand und ich dann doch ein paar Details mehr ausmachen konnte.

Im Weißlicht waren nach dem relativ schwachen November gleich vier Fleckengruppen zu sehen. Die AR 12615 stach mir als erste ins Auge und ich klassifizierte sie als D9. Die zweite Gruppe, die ich erkannte, war die AR 12612, die für mich eine D5 war. Dazwischen lag die AR 12614 als C4 und die war nur sehr schwer zu sehen. Blickweise tauchte sie aus dem allgemeinen Seeinggeblubber auf, doch Einzelheuten waren entweder gar nicht oder nur ansatzweise zu sehen. Noch schwieriger wurde es mit der AR 12616 nördlich davon. Anfangs fand ich sie gar nicht, bis ich sie mal bei einem der wenigen Augenblicke ruhiger Luft als A3 erkennen konnte. Fackelfelder waren fast gar nicht zu finden.

Im H-alpha-Licht war wegen des dort stark wallenden Randes ebenfalls nicht einfach, irgendetwas zu erkennen. Insgesamt 7 Protuberanzen erkannte ich am Sonnenrand, darunter ein Spritzer und ein Bogen am Westrand. Der Rest war eher kümmerlich. Auf der Oberfläche sah ich 4 helle Flaregebiete – an den Positionen der Aktivitätsgebiete im Weißlicht – und darüber hinaus 6 Filamente, inkl. zweier Filamentketten im Nordosten bzw. Süden.

Es war eine Beobachtung der Kategorie „immerhin überhaupt beobachtet“. Das schlechte Seeing nervte dann doch sehr und machte das Fleckenzählen zu einer reinen Pflichtübung.

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