Freitag, 13. Januar 2017

Sonne am 13.1.2017

Elf Ausfalltage musste ich über mich ergehen lassen, die zum Teil sehr sonnig waren, die ich aber auf der Arbeit verbracht habe und zu spät zu Hause war, um noch beobachten zu können. In diese Phase fielen alle bisherigen fleckenfreien Tage des Jahres 2017. Nur der Tatsache, dass dr Tagbogen der Sonne ganz langsam wieder länger wird, war die Beobachtung zu verdanken, die allerdings unter denkbar schlechten Rahmenbedingungen stattfand.

Als ich nach Feierabend und Einkauf zu Hause ankam, sah ich, dass die Sonne vom Dachboden aus auf der rechten Treppenhausseite noch zu sehen war. Also baute ich schnell das Teleskop auf, nur um festzustellen, dass das Seeing eine einzige Katastrophe war. Mich empfing ein durchgehend wallender Sonnenrand bei einer schon leicht deformierten Sonne und es drohte wieder die Kante des Hochhauses. Dafür konnte ich die beiden neuen Gruppen relativleicht finden, wenn sie sich, bedingt durch das Seeing, scheinbar ständig aufpumpten und wieder in sich zusammenfielen. Die AR 12625 war eine J1 und nordöstlich davon stand am Ostrand noch eine J2. Beide Fleckengruppen standen in einem gemeinsamen Fackelfeld.

Richtig gruselig wurde es im H-alpha-Licht mit dem PST. Der Rand und die Oberfläche waren ebenfalls ständig am Pumpen und so hatte ich arge Schwierigkeiten, überhaupt etwas zu sehen. Eine schon eiförmige rote Sonne vor tiefrotem Hintergrund gab nicht nur wenig Kontrast, es ließ auch nicht viel Detail erkennen. Am Rande zählte ich im Schnelldurchlauf 11 kleine Protuberanzen, auf der Oberfläche 5 Filamente und kein einziges Flaregebiet. Nochmalige Kontrollen scheiterten am Seeing und der nun deutlich wahrnehmbaren Hauskante, hinter der die arg tief stehende Sonne schließlich verschwand.

So blieb mir wieder nur eine winterliche Beobachtung unter Zeitdruck und schlechtem Seeing ...


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