Samstag, 14. Januar 2017

Sonne am 14.1.2017

Der Tag begann mit einem wolkenlosen, blauen Himmel und als ich den fast vollen Mond am Westhimmel hinter Bäumen verschwinden sah, hoffte ich auf eine Sonnenbeobachtung unter besseren Umständen als am Vortag. Daraus wurde jedoch nichts.

Kurz nach 10 Uhr rief mich ein Freund aus Bergedorf an, der zu dem Zeitpunkt schon beobachtet hatte. Für mich stand die Sonne da noch hinter einem Nachbarhaus und sie kam nur quälend langsam dahinter hervor, nur um dann gleich wieder hinter Bäumen zu stehen. Dennoch richtete ich mein kleines Teleskop von der Fensterbank aus auf die Sonne und erkannte dabei sofort die beiden Fleckengruppen, die ich bereits gestern gesehen hatte: die AR 12625 als J1 und die AR 12626 als J2. Darunter stand noch eine A1, die ich wegen des Baumes zunächst nicht sehen konnte, weil die Sonne da hinter dickem Geäst stand. Erst als sich eine kleine Lücke ergab, fand ich die Gruppe, die auch jetzt noch keine eigenständige Summe hat, aber wohl die AR 12627 werden wird.

Danach wechselte ich zum PST, musste mich aber wegen der drohenden Kante meines eigenen Wohnhauses beeilen, um noch beobachten zu können. Bei einer Schnellzählung kam ich auf 10 Protuberanzen, 4 Filamente und 3 Flaregebiete. Besonders interessant war dabei der Bereich des Ostrandes, um den die drei neuen Gruppen herumgekommen war. Hier stand eine große Büschelprotuberanz und der Bereich der Flecken war hier von zwei großen Flaregebieten umgeben. Weitere Protuberanzen konnten entlang des Ostrandes erfasst werden. Der Westrand zeigte drei größere Materiebögen, eines davon genau der großen am Ostrand gegenüberstehend mit einer filigranen Struktur. Dann war Schluss und die Sonne stand hinter der Kante.  Ich konnte nur auf den Nachmittag hoffen. 

Wie so oft erfüllte sich die Hoffnung nicht, denn ab Mittag zog sich der Himmel zu, wurde schleimig und die wenigen Lücken, die sich noch zeigten, waren für eine Beobachtung ungeeignet. Später kam die Sonne noch mal für länger raus, stand dann aber hinter einem der nervigen Hochhäuser, sodass Kontrollbeobachtungen nicht mehr möglich waren ... 

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