Sonntag, 15. Januar 2017

Sonne am 15.1.2017

Der Tag war, was die Sonnenbeobachtung anging, sehr frustrierend. Zunächst gab es keinen klaren Himmel, wie er noch am Abend zuvor vorhergesagt wurde, es war total bewölkt. Ab mittags sollte es aufklaren. Auch das passierte nicht. Erst am frühen Nachmittag zeigten sich im Westen erste größere Wolkenlücken. Und als ich schon dabei war, das Teleskop aufzubauen, musste ich feststellen, dass diese mit einem Mal nicht mehr voran kamen, sondern solange stehen blieben, bis neue Wolken aus dem Norden heran kamen und die Sonne nicht mehr zu sehen war. Sie verschwand schließlich hinterm Hochhaus und nun hieß es, mindestens zweieinhalb Stunden zu warten.

Schließlich klarte es richtig auf. Der Beobachter Bergedorf konnte schon aktiv werden, als bei mir die Sonne noch hinter dem Hochhaus stand. Ein anderer Beobachter aus Halstenbek hatte schon am Vormittag beobachten können …  Irgendwann war der Himmel fast völlig frei von Wolken und ich konnte beobachten, als die Sonne hinter dem ersten Hochhaus rauskam. Das Seeing war angesichts der Position zwischen den Häusern erstaunlich gut und so gab es für mich die erste störungsfreie Beobachtung des Jahres.

Im Weißlicht waren die beiden Regionen 12526 als J1 und die 12626 als J2 sofort zu sehen, leicht schräg hinter der 12626 war noch eine kleine A1 zu finden, die aber nur sehr schwer zu erkennen war. Bei schlechterem Seeing hätte ich die bestimmt übersehen.

Das Seeing ließ dieses Mal viele Einzelheiten im H-alpha-Licht erkennen. Von den gestern noch zu sehenden Protuberanzen war nicht mehr viel übrig. Lediglich sowohl am West- als auch am Ostrand waren jeweils drei Exemplare zu sehen, während auf der Oberfläche 3 Flaregebiete und nur noch 7, zumeist stummelartige, Filamente zu erkennen waren. Weite Teile der Sonnenoberfläche waren nun wieder erscheinungsfrei.

Das Wetter soll in den kommenden Tagen nun wieder sonniger werden, wenn ich wieder den ganzen Tag auf der Arbeit verbringe und deshalb weitere Ausfalltage ansammle ...

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